Er habe keine anderen Dopingmittel verwendet als sein eigenes Blut, stellte Ullrich klar. Bisher hatte der umstrittene Tour-de-France-Sieger von 1997 mit verklausulierten Aussagen seine Verwicklung in den Fuentes-Skandal zugegeben, aber kein umfassendes Geständnis abgelegt.
"Ich wollte für Chancengleichheit sorgen"
Betrugsvorwürfe wies Ullrich aber weiter zurück und argumentierte ähnlich wie schon viele andere Radsport-Dopingsünder vor ihm. "Fast jeder hat damals leistungssteigernde Substanzen genommen. Ich habe nichts genommen, was die anderen nicht auch genommen haben", sagte er dem Magazin. "Betrug fängt für mich dann an, wenn ich mir einen Vorteil verschaffe. Dem war nicht so. Ich wollte für Chancengleichheit sorgen."
Ullrich, der während seiner Karriere eine sechsmonatige Sperre wegen Amphetamin-Einnahme abgesessen hat, war im vergangenen Jahr vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen seiner Verwicklung in den Fuentes-Fall zu einer zweijährigen Sperre verurteilt worden, die rückwirkend vom 22. August 2011 an ausgesprochen wurde. Außerdem war ihm unter anderem sein dritter Platz bei der Tour 2005 aberkannt worden (Bericht in der Infobox).
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.