In der Berner Innenstadt bewies Federspiel, dass er bei dem noch jungen Bewerb auf engen Stadtkursen, bei dem vier Mountainbiker in Ausscheidungsrennen gegeneinander antreten, nur schwer zu biegen ist. Dabei wäre es im Viertelfinale beinahe Teamkollege Gregor Raggl gewesen, der Federspiel im Sprint noch abgefangen hätte.
Im Semifinale ließ Federspiel dann aber keine Zweifel aufkommen und fuhr von der Führungsposition aus ins Finale. Nach einem frühen Sprintbeginn durch Halzer (auf Bild 2 rechts) konterte der Österreicher und setzte sich knapp vor dem Slowenen durch. Der Schweizer Weltmeister Ralph Näf und dessen Landsmann und Qualifikations-Sieger Thomas Litscher waren nach taktischen Fehlern etwas überraschend schon im Achtelfinale ausgeschieden.
"Ich kann es noch gar nicht glauben"
"Mein erster großer Titel", strahlte Federspiel bei Siegerinterview. "Ich kann es noch gar nicht glauben", sagte der 26-Jährige und erklärte seine Überlegenheit in dieser Disziplin: "Das Umfeld von Ötztal Scott Racing hat einfach viel dazu beigetragen, dass ich mich in Ruhe entwickeln kann. Ich kann in diesem Team mit den Trainingsplänen von Thomas Litscher arbeiten, habe tolle Teamkollegen und ein höchst professionelles Umfeld."
Mit dem Europameistertitel setzt Federspiel seine heurige Erfolgsbilanz eindrucksvoll weiter fort. Er führt derzeit überlegen den Eliminator-Weltcup an und hat jetzt seinen ersten großen Titel. "Jetzt fokussiere ich mich voll und ganz auf die zwei ausständigen Weltcuprennen und auf die Weltmeisterschaft im August in Südafrika", meinte Federspiel, der im September vergangenen Jahres bei der Heim-WM in Saalfelden/Leogang hinter Halzer Bronze im Eliminator-Bewerb geholt hatte (Bericht in der Infobox).
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