Dante und Luiz Gustavo müssen bis Samstag um 16 Uhr Ortszeit in Rio de Janeiro sein. Ansonsten dürften sie laut Sportdirektor Carlos Alberto Parreira nicht am Confed-Cup teilnehmen. "Wir werden die beiden Spieler freigeben", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Donnerstag in München. Rummenigge sprach von einem "Psycho-Terror", der vonseiten der Brasilianer auf die Spieler ausgeübt worden sei. Das Verhalten der Südamerikaner sei "skrupellos" und "unfair" gewesen. "Wenn das Nichterscheinen als Konsequenz das Aus der Nationalmannschaftskarriere gewesen wäre, dann wären wir unmenschlich gewesen", sagte der Bayern-Boss.
DFB weist Kritik an Final-Termin von sich
Der DFB kritisierte das Verhalten des brasilianischen Verbands wenig später und wies gleichzeitig eine Mitschuld an dieser Auseinandersetzung von sich. "Fakt ist, dass wir die Terminisierung des Pokalfinales im Präsidium und im Ligavorstand ausgiebig diskutiert und dann gemeinsam beschlossen haben. Dabei haben wir alle immer auch darauf vertraut, dass wie in der Vergangenheit oftmals praktiziert in Einzelfällen eine Einigung mit dem Nationalverband gefunden wird", erklärte DFB-General Helmut Sandrock. "Dass sich die Brasilianer so stur stellen, ist für uns absolut nicht nachvollziehbar."
Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia sieht in dem Fehlen von Dante und Luiz Gustavo indes keinen Vorteil für seine Mannschaft im Pokal-Finale. "Was das Spiel betrifft, macht das keinen Unterschied für uns, weil die Bayern auf jeder Position zwei- oder sogar dreifach gut besetzt sind", erklärte der Trainer von Martin Harnik und Raphael Holzhauser am Donnerstag nach dem letzten Training vor dem Abflug nach Berlin.
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