Mattia Casse ist im ersten Abfahrtstraining auf der Saslong in Gröden die Bestzeit gefahren. Bei Prachtwetter am Dienstag lag der Italiener 0,44 Sekunden vor Ski-Weltmeister Marco Odermatt aus der Schweiz. Beste Österreicher waren die beiden Kärntner Otmar Striedinger (9./+0,93) und Felix Hacker (11./+1,37).
Das erste Gröden-Rennen dieses Jahr ist der Super-G am Freitag, an dem sich das Wetter eintrüben soll. Die Abfahrt ist für Samstag (beide 11.45 Uhr) angesetzt.
Im Gegensatz zum übrigen Starterfeld fuhr Casse mit Nummer 4 kaum wo mit angezogener Handbremse und ließ die Konkurrenz vor allem im oberen Abschnitt hinter sich. Daniel Hemetsberger (+1,50) reihte sich als 15. ein, Stefan Eichberger (+1,82) war 19. Der nominell stärkste ÖSV-Abfahrer, Vincent Kriechmayr, landete mit genau zwei Sekunden Rückstand auf dem 24. Rang. Auch Stefan Rieser (25./+2,02) und Daniel Danklmaier (30./+2,15) kamen unter die ersten 30.
„Ein gutes Kennenlernen“
„Es war ein gutes Kennenlernen“, meinte Kriechmayr, der in seiner Karriere insgesamt drei Rennen im Grödnertal gewonnen hat. „Die Strecke ist sehr eigen und braucht gewisse Eigenschaften, die es vielleicht in Bormio nicht braucht“, erklärte er. Vom Gelände her präsentiere sich die Abfahrt „sehr ähnlich“ wie in den Jahren zuvor, aber das Tempo sei noch „sehr langsam“. Kriechmayr: „Wenn am Freitag der Schnee kommt, wie es prognostiziert ist, wird es am Samstag auch eher langsam sein.“
Stefan Babinsky kam mit Startnummer 3 nicht über den 50. Platz hinaus. „Ich bin leider beim ersten Sprung viel zu weit gehüpft“, sagte der Steirer. Nicht unter den zwölf Österreichern im Training war Raphael Haaser, der sich im Riesentorlauf von Val d‘Isere eine Kreuzbandverletzung zugezogen hatte.
Insgesamt zehn ÖSV-Athleten dürfen dank zweier Fixplätze aus der Europacup-Saison 2023/24 (Rieser und Manuel Traninger) in der Abfahrt starten. Das zweite Training findet am Mittwoch (11.45 Uhr) statt, der Donnerstag könnte als Ruhetag herhalten.
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