
In Krumau am Kamp tritt statt der SPÖ eine neue Liste namens „SPÖ+Unabhängige“ mit zahlreichen Politnewcomern an. Sie wollen Parteipolitik aus der Gemeindestube fernhalten und die Absolute der ÖVP knacken. Denn die hält derzeit zehn von 15 Mandaten im Gemeinderat.
Im Gemeinderat von Krumau hält derzeit die ÖVP mit zehn von 15 Sitzen die absolute Mehrheit. Das möchte man nun mit einer Koalition von SPÖ und parteiunabhängige Kandidaten unter der Bezeichnung „SPÖ+Unabhängige“ ändern. Wie wichtig diese Unabhängigkeit ist, sieht man bereits an den ersten zehn Listenplätzen, denn davon sind neun Personen „neutral“. Nur Spitzenkandidat Herbert Kefeder bleibt als SPÖ-Urgestein an wählbarer Stelle. „Da sich bei den Neuen niemand mit Politerfahrung gefunden hat, habe ich mich entschlossen, zu bleiben und die jungen Leute zu unterstützten“, so Kefeder. Denn acht der zehn Listenersten sind überhaupt Politneulinge, eine Kandidatin kommt sogar aus der ÖVP.
Warum diese Koalition? „Weil Parteipolitik in der Gemeindeebene nichts verloren hat“, so Kefeder. Kritik übt er an der jetzigen Gemeindepolitik. „Die Kommunikation zwischen Gemeindeführung und Bevölkerung und zwischen Gemeindeführung und den Gemeinderäten stimmt nicht“, kritisiert Kefeder. Er möchte auf jeden Fall einen jährlichen Gemeindestammtisch einrichten, wo alle Bürger über aktuelle und zukünftige Projekte informiert werden.
Ob er sich mit 71 Jahren auch noch ein Bürgermeisteramt vorstellen könne? „Ja“, so Kefeder abschließend.
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