Die Bahnlogistikfirma Innofreight erzielt heuer ihr bisher mit Abstand bestes Ergebnis – und rechnet trotz Rezession mit weiterem Wachstum. Dem Standort Bruck bleibt man treu, bald startet hier ein neues Großprojekt, das die Stadteinfahrt prägen wird.
Die Wirtschaft besteht zum Glück nicht nur aus Hiobsbotschaften wie KTM oder Kika/Leiner: An diesem sonnigen Tag in Bruck kann Peter Wanek-Pusset, der Eigentümer der Bahnlogistik-Firma Innofreight, erstaunliche Zahlen präsentieren: In der gesamten Firmengruppe wurden in diesem Jahr 50 Millionen Tonnen an Gütern bewegt (ein Plus von 20 Prozent zu 2023), der Umsatz überschreitet erstmals die 300-Millionen-Euro-Marke – und Wanek-Pusset sagt: „Wir rechnen mit weiterem Wachstum.“
Das 2002 gegründete Brucker Unternehmen setzt beim Transport von Rohstoffen auf ein flexibles, modulares System von Aufbauten, Waggons und Be- und Entladetechnologien. „Unser System entwickelt sich zum europäischem Standard im Schienengütervekehr“, sagt Wanek-Pusset stolz.
Wir gehören schon zu den ganz Großen in Europa und haben vor, weiter zu wachsen. Der Ausbau der Südbahn wird dem Güter- und Personenverkehr einen zusätzlichen Schub verleihen.
Peter Wanek-Pusset
Eigene Fabrik mit weltgrößter Reederei
Zu den Kunden zählen die Stahl-, Papier- und Baustoffindustrie, etwa Voestalpine, Mondi oder Kronspan (Spanplatten). Mit der weltgrößten Reederei MSC wurde eine besonders enge Partnerschaft in Form eines „Joint Ventures“ eingegangen, gemeinsam wird sogar eine Waggonfabrik in Triest (Italien) errichtet.
„Unser Ziel ist es, immer mehr Transporte von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen“, so der Innofreight-Eigentümer. Dass es einerseits immer weniger Lkw-Fernfahrer gibt und andererseits viele Staatsbahnen einen veralteten Fuhrpark haben, spielt den Obersteirern in die Hände.
Sie bekennen sich übrigens klar zum Standort Bruck, wo derzeit 140 Person beschäftigt sind (in der gesamten Gruppe mit allen Partnern sind es 2000 Mitarbeiter). „Wir wollen die Arbeitsplätze langfristig absichern“, betont Geschäftsführer Peter Hatz.
Grünes Licht für Millionen-Ausbau
Schon 2025 wird ein Ausrufezeichen gesetzt. Da die erst vor Kurzem errichtete Firmenzentrale bei der Stadteinfahrt bereits zu klein ist, wird auf der anderen Seite des großen Kreisverkehrs ein Innovationszentrum errichtet. Früher war diese Fläche Teil der „Brucker Spinne“, einem Straßenknotenpunkt mit vielen Brücken.
Hier will man selbst die Transportlogistik weiterentwickeln, aber auch andere Firmen einmieten. „Wir sind bereits in Kontakt mit internationalen Konzernen“, sagt Innopark-Geschäftsführer Erich Weber. Zudem wird das bestehende Angebot von E-Tankstellen für Lkw ausgebaut. Investitionsvolumen: 35 Millionen Euro. Baubeginn: zweites Quartal 2025.
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