„Washington Post“:

Trump telefonierte bereits am Donnerstag mit Putin

Außenpolitik
10.11.2024 21:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge bereits am Donnerstag mit Wladimir Putin telefoniert. Dabei habe er dem russischen Präsidenten empfohlen, den Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht zu eskalieren (siehe Video oben).

Das schrieb die „Washington Post“ am Sonntag unter Berufung auf informierte Personen. Von Trump selbst gab es dazu zunächst keine Informationen.

Trump verweist auf US-Militärpräsenz in Europa
Trump habe auch auf die US-Militärpräsenz in Europa verwiesen. Auch sei es um das Ziel gegangen, Frieden in Europa zu erreichen. Trump habe weitere Unterhaltungen angeregt, um über eine Lösung des Krieges zu sprechen.

Ukraine dementiert Medienbericht
Die ukrainische Regierung sei über das Gespräch informiert worden und habe keine Einwände gehabt, schrieb die „Washington Post“. Diese Angaben wurden vom ukrainischen Außenministerium umgehend als „falsch“ zurückgewiesen. Die Ukraine sei im Vorfeld nicht unterrichtet worden und habe somit weder Einwände noch Unterstützung für den Anruf äußern können, betonte ein Sprecher des Ministeriums.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha(Bild: AFP)

Ukraine-Krieg: Trump versprach im Wahlkampf baldiges Ende
Der Republikaner Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, er werde den Krieg in der Ukraine rasch beenden. Wie er das erreichen will, sagte er bisher nicht. (Noch)-US-Präsident Joe Biden und die Ukraine befürchten, dass unter Trump die US-Militärhilfe an die Ukraine versiegen könnte, dank der die russische Invasion abgewehrt werden kann.

Biden will vor Trump-Antritt Hilfen auszahlen
Daher kündigte Biden an, der Ukraine noch die verbleibenden für ihre Unterstützung vorgesehenen sechs Milliarden Dollar (5,6 Mrd. Dollar) zukommen lassen. Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan sagte in der CBS-Sendung „Face the Nation“, Biden werde Trump außerdem auf die globalen Risiken hinweisen, die eine Einstellung der US-Unterstützung für die Ukraine mit sich bringen würde.

Aktuell sind die USA der wichtigste Unterstützer der Ukraine. Zuletzt geriet das Land angesichts von weiteren Gebietsverlusten an Russland und eines Mangels an Rüstungsgütern und Soldaten aber immer stärker unter Druck.

Funkstille zwischen Biden und Putin
Zwischen Biden und Putin herrschte seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 Funkstille. Nach einem unbestätigten Bericht im „Wall Street Journal“ sprach Trump in den vergangenen Jahren als Ex-Präsident mehrfach mit Putin. Trump wird am 20. Jänner für eine zweite Amtszeit als Präsident vereidigt werden.

In seiner ersten Amtszeit traf Trump den russischen Präsidenten einmal zu einer bilateralen Aussprache, und zwar im Jahr 2018 in Helsinki. Der Gipfel wurde zum Fiasko für den damaligen US-Präsidenten, weil er bei der Pressekonferenz den eigenen Geheimdiensten in den Rücken fiel und Putins Beteuerungen stützte, Russland habe sich nicht in die US-Wahl 2016 eingemischt.

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