Die Situation im steirischen Jugendfußball spitzt sich zu. Immer öfter müssen Spiele ohne Schiedsrichter stattfinden, es pfeifen Hobby-Schiris, die eigenen Trainer oder gar Eltern. Die „Krone“ sprach mit Jugendleitern aus der Steiermark über den Stand der Dinge und erfragte beim Verband, wie prekär die Lage wirklich ist.
Sechs Runden hat es diese Saison in Köflach gedauert. Nicht bis zum ersten Sieg oder der Tabellenführung – sondern bis die Jugendmannschaften von der U10 bis zur U15 erstmals mit einem Verbandsschiedsrichter besetzt wurden! „Vor zehn Jahren war ich erstmals Jugendleiter, schon damals war die Situation schlimm. Heute kann man eine Besetzung im Gebiet aber wirklich schon Zufall nennen“, sagt Robert Winterleitner, der als Jugendfunktionär in Köflach die Schiedsrichtersuche unterstützt. Gemeinsam mit Mooskirchen mieten beide Vereine immer wieder Hobby-Schiedsrichter aus Stammtischligen an. Alles sei besser, als die eigenen Trainer oder Eltern pfeifen lassen zu müssen – auch wenn das nicht immer zu verhindern ist.
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