Von den diversen Stellen und Institutionen, welche die Vorfälle in der städtischen Jugend-WG prüfen, liegen noch keine Berichte vor. Ein Gutteil der angekündigten Sofortmaßnahmen seien schon umgesetzt, erklärte Jugendamtssprecherin Vasiliki Argyropoulos. Noch geprüft werde die getrennte Unterbringung von Burschen und Mädchen, da wolle man keinen "Schnellschuss" riskieren, zumal sexualisierte Gewalt auch unter gleichgeschlechtlichen Jugendlichen vorkommen könnte.
Betreuungspersonal verwaltet Generalschlüssel
Der Einsatz eines neuen Sperrsystems wurde indessen feuerpolizeilich abgesegnet und sei auch schon in einer Einrichtung installiert. Die drei übrigen Wohngemeinschaften sollen in den kommenden Tagen entsprechend ausgerüstet werden. Dabei erhält jeder Bewohner und jede Bewohnerin einen Schlüssel für die eigene Zimmertür und das Betreuungspersonal verwaltet den Generalschlüssel, mit dem jede Tür aufzusperren ist, so die Sprecherin.
Verdächtige sitzen in U-Haft
Der Fall war ins Rollen gekommen, als sich eine zwölfjährige WG-Bewohnerin im Februar dieses Jahres ihrer Mutter anvertraut hatte. Wie sich herausstellte, war schon im Oktober des Vorjahres von freiwilligen und unfreiwilligen sexuellen Handlungen unter den Jugendlichen die Rede. Doch die Vorwürfe hatten sich trotz Untersuchungen zunächst nicht erhärtet. Die vier Mädchen, die heute elf bis 16 Jahre alt sind, wurden offenbar durch Drohungen und Gewalt von vier Burschen eingeschüchtert und auf diese Weise lange von Aussagen abgehalten. Das Quartett sitzt in U-Haft.
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