Die Bauern der Milchgenossenschaft Niederösterreich (MGN) wollen den Lieferstopp an Spar so lange aufrechterhalten, bis es zu einer Einigung in den Preisverhandlungen kommt. Die Genossenschaft fordert vom Lebensmittelhändler ein Plus im zweistelligen Prozentbereich.
Geschäftsführer der Milchgenossenschaft Niederösterreich Leopold Gruber-Doberer erklärt im krone.tv-Interview, was mit der Milch, die jetzt nicht bei Spar landet, passiert. NÖM muss die Milch freilich nicht wegschütten, sondern verkauft jetzt mehr Fertigprodukte an andere Handelsketten bzw. ins Ausland. „Aufgrund dessen, dass die NÖM sehr erfolgreich ist in 23 europäischen Ländern, haben wir alternative Verwertungsmöglichkeiten. NÖM hat in Italien 100 Produkte im Regal, 2000 Kilometer von Baden entfernt. Dort ist ein Geld zu verdienen und in Niederösterreich sollte man Geld hintragen. Das funktioniert so nicht.“
Die Behauptung von Spar, dass die Preise für Futtermittel und Energie gesunken seien und man deshalb keine Preissteigerung akzeptiere ist für Gruber-Doberer nicht nachvollziehbar. „Bei der Landwirtschaft ist die Produktion gestiegen und hat sich verteuert.“ Gruber-Doberer verweist auf höhere Auflagen und gestiegene Preise bei der Technik als auch bei der Fruchtzubereitung. „Diese Mehrkosten müssen einfach weitergegeben werden.“
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