Zum Saisonabschluss gastieren die Wiener am 26. Mai in der Red-Bull-Arena. Will Salzburg noch einen Showdown, müsste der Tabellenführer bis dahin sieben Punkte abgegeben. Salzburg könnte dabei in den beiden kommenden Runden Druck aufbauen. Während der Meister in Mattersburg und zu Hause gegen den WAC jeweils am Samstag im Einsatz ist, warten auf die Austria Partien bei Sturm Graz bzw. daheim gegen Rapid.
Der Meister baut im Liga-Finish auf den psychologischen Aspekt. Den Druck von außen niedrig halten, lautet die Devise. "Wir wollen das letzte Viertel auf allerhöchstem Niveau zu Ende spielen. Wir wollen auch den Cupsieg, und dann kann man durchaus von einer halbwegs gelungenen Saison sprechen", sagte Trainer Roger Schmidt. In Zurückhaltung übten sich nach dem durch Tore von Jonathan Soriano (51., 77.) und Sadio Mane (80.) sichergestellten Heimerfolg auch die beteiligten Salzburger Akteure.
"Wir müssen die Kirche im Dorf lassen, das Wichtigste war, dass wir den zweiten Platz abgesichert haben", sagte Torhüter Alexander Walke den Titelkampf betreffend. Der zur Champions-League-Qualifikation berechtigende zweite Platz scheint bei zwölf Punkten Vorsprung auf das Duo Rapid und Sturm fixiert. Valon Berisha monierte, dass die Chance auf den Titel nur mit einem Sieg in Wien (1:1) bestünden hätte. Und Kevin Kampl ergänzte: "Wir schauen nicht nach oben, da soll die Austria ihr Ding machen."
Hinteregger: "Die Austria scheißt sich schon an"
Für Stirnrunzeln wohl auch bei seinem Trainer sorgte jedoch der derzeit verletzte Martin Hinteregger. "Es ist auf jeden Fall noch was drinnen, weil die Austria scheißt sich schon an", erklärte der Defensivspieler im "Sky"-Pauseninterview mit Verweis auf das 0:4 des Konkurrenten gegen den WAC am Vortag. Austria-Trainer Peter Stöger wäre schlecht beraten, diese Aussage nicht in der Kabine der Wiener zu plakatieren.
Sturm Graz plagen indes andere Probleme. Die viertplatzierten Grazer sollten den Auftritt beim Meister rasch abhaken. Vor allem offensiv klappte überhaupt nichts bei den Gästen, 19:0 Schüsse Richtung Tor zugunsten der Salzburger verdeutlichten die Harmlosigkeit der Grazer. "Das war ein rabenschwarzer Tag. Wir müssen jetzt sehr aufpassen, dass wir den internationalen Startplatz nicht verlieren", sagte Verteidiger Michael Madl.
Der WAC sitzt Rapid und Sturm im Nacken
Mit dem krisengeschüttelten Dritten Rapid ist Sturm punktegleich, der WAC sitzt den Steirern aber bei einem Zähler Rückstand im Nacken. Am kommenden Sonntag wartet das Heimspiel gegen Tabellenführer Austria. "Ab jetzt heißt es um jeden Punkt raufen. Gegen die Austria müssen wir ein anderes Gesicht zeigen und mit Sicherheit anders auftreten", sagte Sturms Kapitän Jürgen Säumel.
Wieder einmal Sündenbock für die unzufriedenen Sturm-Anhänger war Trainer Peter Hyballa. Der Deutsche zeigte sich davon weiter unbeeindruckt und nahm seine Mannschaft in die Pflicht. "Jetzt ist es wichtig, dass wir uns sofort auf die Austria konzentrieren. Die Jungs müssen sich in dieser Woche gut präsentieren", sagte Hyballa. Er gab auch Durchhalteparolen aus: "Jetzt heißt es endlich punkten. Es wird ein Kampf bis zum Schluss."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.