Viktor Szilagyi und Co., die in Schlüsselspielen in der Fremde bisher kaum punkten konnten, haben damit in den abschließenden Spielen am 13. Juni auswärts beim punktelosen Schlusslicht Bosnien sowie in der Heimpartie gegen Russland in Innsbruck (16. Juni) gute Karten, sich erstmals aus eigener Kraft für die kontinentale Endrunde zu qualifizieren. Die Top Zwei sowie der beste Dritte der sieben Gruppen holen das Ticket. "Dieser Punkt öffnet uns die Tür nach Dänemark weit", freute sich Kreisläufer Christoph Edelmüller.
Fulminanter Start von Österreich
Vor 3.000 Zuschauern startete Rot-Weiß-Rot fulminant und führte - gestützt auf eine starke Deckung und Goalie Nikola Marinovic - nach sieben Minuten mit 5:1, konnte diesen Vorsprung aber nicht bis in die Pause bringen. Ab dem 7:7 (14.) entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, und weil man in den letzten 90 Sekunden der ersten Hälfte noch zwei unnötige Tore kassierte, musste man mit einem 14:16-Rückstand in die Kabine.
Österreich ließ sich - wie schon im Hinspiel - aber auch durch eine Drei-Tore-Führung der Serben nach 34 Minuten (18:15) nicht aus der Ruhe bringen, ging durch Vitas Ziura sogar in Unterzahl mit 20:19 in Front. Marinovic, der zwischenzeitlich nicht viel zu halten bekommen hatte, glänzte ab diesem Zeitpunkt wieder mit zahlreichen Paraden. Serbien wirkte verunsichert, verbuchte Fehlwürfe und lag in der 45. Minute nach drei Szilagyi-Treffern en suite sogar mit 20:23 hinten.
"Wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen"
Die Schlussphase blieb hochdramatisch. Zehn Minuten vor dem Ende führte Österreich 26:23, die Serben stellten nach vier Treffern in Folge aber auf 27:26 (54.), mussten Rot-Weiß-Rot aber neuerlich auf 29:27 davonziehen lassen. Wieder arbeitete sich der Favorit gegen die zeitweise mit nur vier Feldspielern agierenden Österreicher bis zu Beginn der Schlussminute auf 29:29 heran, konnte nach dem 30:29 durch Bozovic aber nur noch den Ausgleich erzielen.
"Wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen, schade um ein paar Aktionen am Ende, dann hätten wir sogar zwei Punkte holen können", sagte Johannesson. Der starke Marinovic meinte: "Sie haben sich nicht verunsichern lassen. Dazu hat der serbische Rückraum heute statischer agiert als in Graz, unsere Deckung ist super gestanden und dadurch hatte ich es auch einfacher."
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