
Europa macht elektrisch mobil. Koste es, was es wolle. Mit milliardenschweren EU-Subventionen werden die rauchenden Benzin- und Dieselfahrzeuge von den Straßen gedrängt, um Platz zu schaffen für ach so saubere Elektroautos. Tatsächlich wird damit bloß der Verbrenner-Geruch von Europas Straßen verbannt. Hinter den Kulissen jedoch stinkt es gewaltig, denn die grüne Rechnung geht nicht auf. Das zeigen die Modelle, die der EU-Planung zugrunde liegen. Bis Jahresende sollen in der EU bis zu 6,5 Millionen E-Autos fahren. Ende 2025 könnten es bereits 9 bis 10 Millionen sein, die etwa 2,5 Prozent des in Europa produzierten Stromes benötigen.
Dafür bräuchte man 64 Anlagen in der Dimension des größten österreichischen Kraftwerkes Freudenau. Theoretisch. Denn auf Atomstrom ist Verlass! Kernkraftwerke erzeugen nach wie vor ein Viertel des EU-Bedarfs.
Im Jahr 2035, wenn plangemäß 50 bis 60 Millionen E-Autos über Europas Straßen flitzen, benötigen wir ein Drittel mehr Strom als heute; zu 20 Prozent wird dieser aus Kernenergie stammen. Im Jahr 2050, wenn 200 Millionen Stromer zu 80 Prozent den Straßenverkehr dominieren, steigt der Strombedarf um zwei Drittel; Atomenergie hat dann immer noch einen 15-Prozent-Anteil.
Sauber. De facto kommt kein E-Auto in den nächsten Jahrzehnten ohne den gefährlichsten und teuersten Strom aus, den wir herstellen können. Dank Prämien aus unseren Steuertöpfen fördern wir damit Atomstrom- und Uranminenbetreiber. Und Elon Musk.
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