In Seekirchen befindet sich Salzburgs einzige Schrankenanlage auf der Weststrecke. Aber auch diese soll künftig aufgelassen werden.
Im August 2019 blieb ein Lkw samt mit Autos beladenen Anhänger auf der Zipfwirt-Eisenbahnkreuzung hängen. Ein Zug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, es kam zur Kollision. Nach der vorübergehenden Sperre der Eisenbahnkreuzung, wurde diese mit Einbahnregelung wieder geöffnet. Nur noch Fahrzeuge, die von der Seeburg kommen, dürfen passieren. Die Kreuzung hat dennoch ein Ablaufdatum. Für die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ist klar: die sicherste Eisenbahnkreuzung ist jene, die es nicht gibt
In Seekirchen stehen drei Optionen zur Verfügung. Die erste wäre eine Unterführung. Diese wäre aber zu aufwendig und zu teuer. Dann blieben noch zwei Möglichkeiten für eine Überführung. Eine in Richtung Stadt und eine in Richtung Wallersee. Jene die näher zur Stadt ist, will Bürgermeister Konrad Pieringer (ÖVP) aber auf keinen Fall. „Die passt nicht ins Stadtbild und auch für die Anrainer wäre es eine Belastung“, winkt der Stadtchef ab. Aber auch die dritte Variante scheint niemanden glücklich zumachen. Zum Einem fehlt dort die Zustimmung der Grundbesitzer und zum Anderen hat der Naturschutz schon angeklopft.
Eine Schließung des Übergangs ohne eine Alternativlösung ist für Pieringer aber keine Option. Zu wichtig ist die Verbindung.
Welche Variante die ÖBB bevorzugen ist nicht klar, das Unternehmen verweist auf die behördliche Prüfung im Ministerium, welche gerade läuft.
Ohne Probleme läuft es bei der ehemaligen Windhager-Kreuzung. Da wurde der beschrankte Übergang bereits geschlossen. „Bisher habe ich keine Beschwerden darüber erhalten“, sagt Pieringer.
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