Riesengenugtuung

Hamilton: “Kritiker wissen nicht, wovon sie reden”

Sport
19.03.2013 14:30
Heftig ist Lewis Hamilton noch vor Monaten dafür kritisiert worden, dem Ruf der Silberpfeile gefolgt zu sein. Er würde das Geld dem sportlichen Erfolg bei McLaren vorziehen. Umso größer ist jetzt die Genugtuung bei dem Briten, dass sein neues Team konkurrenzfähiger als sein altes ist. Das hat Hamilton in Australien mit Startplatz drei und Endrang fünf bewiesen – gegenüber den Rängen neun und elf für die McLaren. Seinen Kritikern richtete er nun aus: "Die wissen nicht, wovon sie reden."

"Es waren alle, vor allem die Ex-Fahrer, die gemeint haben, es sei die schlechteste Entscheidung aller Zeiten gewesen, und dass ich chancenlos sein werde", so Hamilton. "Es ist schön, die Leute eines Besseren zu belehren." Sein Mitgefühl mit McLaren hält sich indes in Grenzen - das Team ist nach dem Abschied des Ex-Weltmeisters zu Mercedes tief in die Krise gerutscht. Was sagt der Abtrünnige? "Ich schaue nicht zurück. Sie werden es schon hinbekommen."

McLaren wohl wieder kein WM-Kandidat
Das Traditionsteam hatte den Fehler gemacht, trotz geringer Regeländerungen ein von Grund auf erneuertes Auto zu konzipieren. Dabei waren die Boliden aus Woking Ende des Vorjahres noch mit Hamilton am Steuer die schnellsten im Feld gewesen. Die Chance auf den ersten WM-Titel seit Hamiltons Triumph 2008 dürfte schon vor dem zweiten Saisonrennen am Sonntag in Malaysia utopisch sein.

Mercedes-Wechsel könnte sich bezahlt machen 
Hamiltons Gefühl scheint ihn nicht getäuscht haben, dabei war sein Wechsel zum davor drei Jahre mäßig erfolgreichen Mercedes-Team als riskantes Manöver kritisiert worden. "Lewis hat mir gesagt, er hätte sich eher ein Jahr Auszeit genommen, als weiter für McLaren zu fahren", verriet Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

Bei Mercedes mahlen die Mühlen mittlerweile anders - mit den Österreichern Toto Wolff als Motorsport- und Niki Lauda als Aufsichtsratschef des Teams an der Spitze. Das Werksteam könnte kommende Saison auch vom neuen Reglement profitieren, kommt dem Motor mit der Einführung von V6-Triebwerken doch wieder eine größere Bedeutung zu.

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