Bizarre Entwicklung in der Formel 1: Während aktuell die große Wachablöse in der Königsklasse des Motorsports ansteht, Red Bull Racing als Team zumindest von McLaren überholt scheint und die Titelverteidigung für Max Verstappen mehr als unsicher erscheint, poppt auf einmal eine mächtige Diskussion über das Fluchen der Protagonisten und Rassismus auf! Mittendrin, statt nur dabei: Verstappen, Lewis Hamilton und FIA-Boss Mohammed Ben Sulayem …
Letzterer hatte sich dieser Tage in einem Interview mit dem Fachmagazin „Autosport“ unglücklich darüber gezeigt, dass in den TV-Übertragungen der Formel-1-Rennen zu viele Schimpfworte und zu viel Fluchen vor allem aus den Cockpits zu vernehmen sei. „Wir sind ja keine Rapper. Die sagen das F-Wort wie oft pro Minute? Wir wollen da nicht dabei sein“, erklärte der FIA-Chef.
„... und dann sagt jemand all diese schmutzigen Worte!“
„Und jetzt mit der Technologie wird alles live übertragen und alles aufgezeichnet. Letzten Endes müssen wir das untersuchen, um zu sehen, ob wir das, was öffentlich gesagt wird, reduzieren können“, sagte Ben Sulayem weiter. „Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit Ihren Kindern vor dem Fernseher und schauen sich das Rennen an, und dann sagt jemand all diese schmutzigen Worte.“
„Er nutzt das Wort Rapper als Stereotyp!“
Auf die Thematik angesprochen, reagierte Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton im Vorfeld des Grand Prix von Singapur etwas eingeschnappt – zumindest Ton und Formulierung der Kritik von Ben Sulayem gefielen dem 39-Jährigen nicht. „Mir gefällt nicht, wie er es ausgedrückt hat. Er nutzt das Wort Rapper als Stereotyp. Die meisten Rapper sind nun einmal schwarz. Unterschwellig sagt er, dass wir nicht wie sie sind. Ich denke, dass es die falsche Wortwahl war. Es beinhaltet ein rassistisches Element.“
Ob es zu der Diskussion in den kommenden Tagen noch eine Fortsetzung geben wird? Die Chancen stehen wohl gut ...
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