Die artgerechte Haltung von Geckos, Spinnen und anderen Exoten ist großteils sehr schwierig. Erkrankungen bei Reptilien sind, anders als bei Säugetieren, für Laien schwer festzustellen, da die Tiere generell selten Laute von sich geben. Einige Reptilien sterben über Monate einen stummen, hilflosen Tod.
Tierheime nehmen Exoten auf
"Viele Besitzer fühlen sich irgendwann überfordert und setzen die
Tiere dann aus. Viele Tierheime im ganzen Land laufen über,
weil den Menschen nicht klar ist, dass zum Beispiel Schlangen viele Meter lang werden können", weiß Koster. Deshalb sollte eine Kaufentscheidung wohlüberlegt sein und auf keinen Fall spontan getroffen werden.
Veranstalter wirbt mit Terraristik-Schulung
Die "Exotica", die am 3. März in St. Pölten stattfindet, wirbt mit
einer zweistündigen Schulung in Terraristik. Die Reptilienbörse sei damit "die beste Möglichkeit, sich ausführlich über die Tiere, ihre
Bedürfnisse und Anforderungen an die Haltung zu informieren", so der Veranstalter in einer Aussendung. Der Tierschutzverein sieht dieses Angebot jedoch kritisch - die Betreiber würden damit den Eindruck erwecken, dass in dieser kurzen Zeit alles Notwendige zu erlernen sei. "Damit man gleich auf der Messe eines der zahllosen Tiere, die
dort in viel zu engen Verpackungen dahinvegetieren, erwirbt",
so Koster.
Appell: "Bleiben Sie fern!"
Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an alle Tierfreunde, sich an den Schlangen, Fröschen und Spinnen im Rahmen einer Naturdokumentation im Fernsehen oder in den heimischen Wäldern zu erfreuen und fordert auf: "Bleiben Sie einer solchen kommerziellen Veranstaltung fern!"
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