Tempo, Wucht, Tiefgang – jene Attribute, mit denen ein Rasmus Höjlund oder Emanuel Emegha die Sturm-Fans begeistert hatten, hoffen Andreas Schicker und Christian Ilzer nun mit Erencan Yardimci im Transferfinish eingehandelt zu haben. Die „Krone“ hat den türkischen U21-Teamstürmer (Marktwert 2 Millionen €) gebeten, sich den Fans näher vorzustellen.
„Ich bin in Kocaeli, einer Stadt ähnlich groß wie Graz, geboren, lebe aber in Istanbul, wo ich mit Pendikspor auch in der Süper Lig gespielt hab“, sagt der 22-jährige Wuschelkopf, den Hoffenheim für vier Millionen gekauft und ihn sofort nach Graz verliehen hat. „Es war kurios“, schmunzelt das Gewächs der Galatasaray-Schule auf Englisch, „ich hab eine Nacht in Hoffenheim geschlafen, bin dann sofort nach Graz gereist.“
Die Uhrturm-City gefällt ihm: „Klein, schön, am Fluss gelegen, nicht so groß wie Istanbul. Auch die Atmosphäre bei Sturm gefällt mir, es ist alles so familiär. Jetzt will ich so schnell wie möglich Deutsch lernen.“
Das Autofahren mit Gangschaltung hat er allerdings nur kurz probiert, ehe er die Schlüssel retourniert hat: „Momentan bestelle ich mir einen Uber. Aber die Chauffeure in Graz sind zum Glück fast alles türkische Landsleute.“
Traum von Karriere wie Erling Haaland
Auch wenn seine Landsleute in Bad Waltersdorf am Wochenende im Daviscup antreten, kann „Eren“ (wie ihn seine Eltern rufen) mit Tennis wenig anfangen: „Ich bin ein Fan der Formel 1 und von Fußball natürlich.“ Eines seiner großen Vorbilder hat auch in Österreich gespielt: „Erling Haaland mag ich – so eine Karriere wäre ein Traum.“
In Graz will er’s aber Schritt für Schritt angehen: „Ich will meine Entwicklung vorantreiben, würde gerne in der Champions League spielen.“ Der Stil von Christian Ilzer kommt ihm sehr entgegen: „Hohes Pressing mit schnellem Umschalten ist genau mein Profil, ich bin auch recht schnell.“ Die Karrieresprünge von Höjlund und Emegha sind ihm jedenfalls nicht entgangen.
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