4400 Buben und Mädchen sitzen schon in den Ferien in der Klasse und besuchen die Sommerschule. Allerdings haben mehr als doppelt so viele Schüler Defizite bei der Sprache. Unterrichtet werden die Kinder im Sommer unter anderem von einer 16-Jährigen.
Das Schuljahr startet in OÖ zwar erst kommende Woche, 4423 Kinder büffeln aber bereits jetzt: Sie besuchen heuer die Sommerschule. Damit stiegen die Anmeldungen für das kostenlose Angebot in den letzten beiden Ferienwochen im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent.
Allerdings: Eingeführt wurde die Sommerschule 2020 vor allem, um Schüler mit Sprachdefiziten zu unterstützen. In OÖ zählten zuletzt 8900 Kinder als außerordentliche Schüler, die wegen mangelnder Deutschkenntnisse dem Unterricht nicht ausreichend folgen können – also mehr als doppelt so viele, wie die Sommerschule in Anspruch nehmen.
besuchen in OÖ einen der 99 Standorte der Sommerschule in den letzten beiden Ferienwochen. Im Vorjahr waren es 4022 Schüler – rund zehn Prozent weniger.
16-Jährige jetzt sicher: „Will Lehrerin werden“
Dort geht es aber mittlerweile nicht mehr nur um Deutsch, sondern um eine generelle Wiederholung des Lernstoffes der vergangenen Jahre. Unterrichtet werden die Kinder in Kleingruppen von Lehrkräften, Lehramtsstudierenden und ehrenamtlichen „Buddys“ – das sind selbst noch Schüler, die so Einblick in den Lehrberuf bekommen sollen. Wie Sarah Steinmaurer (16), die in der Linzer Karlhofschule an der Tafel steht: „Ich wollte wissen, ob der Beruf etwas für mich ist, ob ich das auch studieren möchte. Mein Berufswunsch wurde durch die Sommerschule gefestigt. Es gefällt mir, zu unterrichten.“
Wir geben den Kindern wieder einen geregelten Tagesablauf, einen Rhythmus. Das bereitet sie auf die Schule vor.
Magdalena Altenhuber, Lehrerin
Spielerisch lernen
Leiterin des Standortes an der Karlhofschule ist Magdalena Altenhuber (29). Sie erklärt die Besonderheiten der Schule in den Ferien: „Es ist viel mehr Zeit, individuell auf die Schüler einzugehen, verschiedene Methoden zu verwenden, spielerischer zu lernen.“ Und: „Wir geben den Kindern wieder einen geregelten Tagesablauf. Das bereitet sie auf die Schule vor.“
Zur Vorbereitung trage auch bei, dass in den zwei Wochen während der Sommerschule „wieder Deutsch gesprochen wird“, sagt Altenhuber.
Die Sommerschule muss ein kleines Paradies sein: Unterricht in Kleingruppen bis maximal 15 Schülerinnen und Schüler, spielerische Methoden, gemeinsames Lernen im Garten und mehr Zeit, sich individuell auf die Kinder einzulassen.
Weshalb übernehmen wir diese Methoden nicht in den Regelunterricht, wo gestresste Lehrer einander die Türklinken zu überfüllten Klassenzimmern in die Hand geben? Die Antwort liegt – leider – auf der Hand: zu wenig Personal, zu wenig Zeit. Doch ein bisschen mehr Sommerschule wäre sicher auch im Winter möglich...
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