453 Tage nach seinem überraschenden Rauswurf kehrt Didi Kühbauer am Sonntag um 17 Uhr erstmals auf die Linzer Gugl zurück. Auf der der LASK ausgerechnet im Spiel gegen seinen letzten Erfolgstrainer bereits extrem unter Druck steht. Ja, gegen den Wolfsberger AC muss dann fast schon ein Sieg her!
Wie sprach Jürgen Klopp? „Es ist nicht wichtig, was die Leute denken, wenn du kommst. Es ist viel wichtiger, was die Leute denken, wenn du gehst!“
Das gilt allen voran für Didi Kühbauer, wenn er am Sonntag erstmals auf die Gugl zurückkehrt: 453 Tage nach seinem völlig überraschenden LASK-Aus während der Sommer-Pause 2023. „Sportstrategisch der größte LASK-Fehler der letzten Jahre“, heißt es dazu noch immer in Richtung des 53-Jährigen, obwohl dessen ebenso überraschend erfolgte Verpflichtung am 3. Mai 2022 teils auf große Ablehnung gestoßen war. Das änderte sich aber, als Kühbauer den unter seinen Vorgängern Dominik Thalhammer und Andreas Wieland in Not geratenen „LASK-Kahn“ in der Saison 2022/23 schnell und zielsicher auf Platz 3 und damit wieder auf Erfolgskurs gebracht hatte. Nach 41 Spielen musste er aber am 6. Juni – begleitet von diversen Gerüchten, jedoch ohne wirkliche Begründung – trotz eines persönlichen Punkteschnitts von 1,73 gehen
Nach Aus ging’s bergab!
Von da an ging‘s jedoch bergab! LASK-Irrtum Thomas Sageder kam nur auf 1,49 Zähler pro Spiel. Jener von Thomas Darazs, der jedoch die schwere Hinterlassenschaft seines schwachen Vorgängers zu übernehmen hatte, liegt nun sogar nur bei 1,43.
Ich habe mich in die Stadt ein wenig verliebt
Dietmar Kühbauer vor seiner „Rückkehr“ nach Linz
Umso mehr werden Kühbauer heute in Linz Sympathien entgegenschlagen, zumal er vorm Spiel bemerkte: „Ich habe mich in die Stadt ein wenig verliebt!“
Fraglich ist nur, ob er seinen ehemaligen Kader noch erkennen wird.
20 Zu- und 24 Abgänge
20 Faktum ist nämlich: Seit Kühbauers Abgang vor rund 15 Monaten holte der LASK nicht weniger als 20 Spieler allein für die Profis und gab 24 ab. Was vielleicht neben den Trainer-Irrtümern ein Grund mehr ist, warum es trotz eines 40-Millionen-Euro-Kaders international noch national so mies läuft. Umso mehr muss nach drei Liga-Pleiten in Serie und dem Verpassen der Europa League heute ein Erfolg gegen den Wolfsberger AC und damit gegen den Ex-Erfolgstrainer her!
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