Russlands Machthaber Wladimir Putin hat den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko mit dem Andreas-Orden ausgezeichnet – und zwar für seine Verdienste um die strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern.
Die höchste Auszeichnung Russlands wurde zum 70. Geburtstag Lukaschenkos verliehen. Er ist ein wichtiger Verbündeter Putins im Krieg gegen die Ukraine. Lukaschenko stellt Teile seines Gebiets für den Überfall zur Verfügung, auch die Rüstungsindustrie in Belarus arbeitet auf Hochtouren.
Putin würdigte den benachbarten Machthaber jetzt als einen „weisen Politiker“, der in schweren Situationen weitsichtige Entscheidungen treffe. Die belarussische Opposition im Exil wirft Lukaschenko hingegen schwerste Menschenrechtsverstöße wie Folter von politischen Gefangenen in den Straflagern des Landes vor. Zuletzt hatte er Dutzende politische Gefangene freigelassen und auch einen Deutschen begnadigt, der wegen Spionage zum Tode verurteilt worden war.
Seit Jahrzehnten an der Macht
Lukaschenko gilt als „letzter Diktator Europas“, lässt als einziger auf dem Kontinent noch die Todesstrafe vollstrecken. Im Juni feierte er sein 30-jähriges Jubiläum an der Macht. Erwartet wird, dass er im kommenden Jahr erneut zur Präsidentschaftswahl antritt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.