Noch tiefer ins All werden Astronomen schon bald vom Leopold-Figl-Observatorium am Mitterschöpfl schauen können. Von dort aus spüren sie Exoplaneten auf – demnächst mit verbesserter technischer Ausrüstung.
Wir erlangen immer mehr Einblicke wie unendlich das Universum ist. Und welch unvorstellbare Dimensionen sich da auftun“, versucht Astronom Stephan Meingast von der Universität Wien beim Lokalaugenschein im einsam über den Wipfeln im Bezirk Baden schwebenden Observatoriums das Staunen des „Krone“-Umweltredakteurs einzuordnen.
Größtes Spiegelteleskop Österreichs
Ohnehin ist die Sterne-Station bei St. Corona am Schöpfl irgendwie in der Ewigkeit verortet. Denn von hier aus werden laufend Exoplaneten im All entdeckt – ein Blick in die Vergangenheit der Menschheit offenbart sich wie von selbst. Denn das Strahlen der Sterne braucht – einmal ausgesandt – endlose Lichtjahre bis es von der Erde aus sichtbar wird. Möglich macht diese kleinen und größeren Wunder der Schöpfung das mit 1,5 Meter Durchmesser größte Spiegelteleskop Österreichs.
Globale Weltraummissionen
Längst tasten sich die Wiener Wissenschafter von diesem Observatorium aus sehr weit in das Dunkle der Sternennächte vor. „Wir wollen jetzt mit einer Investition von mehreren Hunderttausend Euro ein weiteres Vordringen ermöglichen“, erklärt Wissenschaftslandesrat Stephan Pernkopf. Die Beobachtungsstelle, deren Grundstein Leopold Figl 1966 durch eine Schenkung an die Uni Wien legte, steht nicht für sich alleine am 880 Meter hohen Mitterschöpfl, sondern ist längst in große globale Weltraummissionen – auch mit der NASA – eingebettet. Was dieses Oberservatorium auzeichnet: Es arbeite, wie Astronom Werner Zeilinger betont, frei von Lichtverschmutzung, die anderswo Himmelsblicke verstelle.
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