In Bregenz verwurzelt und in der Welt daheim: Die Jungunternehmerinnen Allegra Zerz und Marie-Christine Metzler geben Einblicke in ihr Nischenbusiness.
Sie kennen sich aus Kindergartentagen. Später haben sich die Wege der jungen Frauen in München und Florenz immer wieder gekreuzt. Nun nehmen Allegra und Marie-Christine ihr Wiedersehen in der Heimat zum Anlass für ein kleines Event. „Es ist ein inspirierender Sommer-Aperitivo, um Gleichgesinnte zu treffen und Einblick in unsere Tätigkeiten zu geben“, erzählen die beiden. Konkret gehe es darum, in die Welt der Kunst und des Schmucks einzutauchen.
Pendeln zwischen Modemetropolen
Allegra Zerz kommt aus der Modebranche. Sie war für das Magazin Instyle tätig und organisierte den Terminkalender von Celebrities und Influencern. „Es war spannend mit Heidi Klum oder Elton John auf Partys zu sein, aber das Leben mit langen Nächten und dem Pendeln zwischen Modemetropolen wurde mit der Zeit sehr anstrengend“, berichtet sie. Die Sehnsucht nach mehr Struktur, ließ sie in die Selbstständigkeit wechseln. Zur ihrem Steckenpferd wurde die Kommunikation und das Marketing für kleine, aufstrebende Luxusmarken in Europa. Die Leidenschaft für Schmuck begleitete die Bregenzerin seit ihrem Karrierestart und deshalb nutzte sie die Pandemiezeit. Sie ließ sich in Florenz zur Goldschmiedin ausbilden. Zusätzlich befasste sie sich mit der Gemmologie.
Aus Alt mach Neu
„Schmuck ist ein hochaktuelles Thema durch die Kriegsherde, die wir derzeit haben“, erklärt sie und weist darauf hin, dass Russland und Israel zu den Diamantenzentren der Welt gehören. Um keine neuen „Konfliktdiamanten“ zu kaufen, lohne es sich aus altem Schmuck Neuen zu machen. Natürlich gilt dies für Erbstücke, die ungetragen im Safe liegen oder kaputt gegangen sind. Unter dem Namen „Jewel Voyageur“ berät sie ihre Kunden und arbeitet mit florentinischen Goldschmiedemeistern zusammen, um einzigartigen Schmuckstücken neues Leben einzuhauchen.
Hier kommt ihre Freundin Marie-Christine Metzler ins Spiel, die sich mit einem professionellen Inventarisierungsservice in Bregenz selbstständig gemacht hat und ebenso des Öfteren mit altem Schmuck zu tun hat. „Seit meiner Jugend hege ich eine große Affinität für die Kunst und die Ästhetik.“ Nachdem sie ihr Studium in den Niederlanden beendet hatte, sammelte sie Erfahrungen bei diversen Auktionshäusern. „Ich helfe meinen Kunden, den Überblick über ihre Kunstwerke zu bewahren und die Kunstsammlung in verschiedenen individuellen Aspekten zu verwalten insbesondere, wenn es um den Weiterverkauf, Versicherung oder Nachlassverwaltung geht.“
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