Europacup-Stress

Spielverschiebung könnte bares Geld bringen

Steiermark
20.08.2024 07:00

Mehr Regenerationszeit zwischen Europacup- und Bundesliga-Spielen? Salzburg nützt vor dem Champions-League-Play-off am Mittwoch gegen Kiew bekanntlich diese Chance, verschob die kommende Liga-Partie (24. 8.) gegen Hartberg. Sturm kam in diesen „Genuss“, der am Ende Geld kostet, in der Vergangenheit aber noch nicht. 

Kleiner statt großer Ball! Der kam bei Sturm nach dem 2:0 in Klagenfurt zum Einsatz. Der Doublesieger gönnte seiner Mannschaft eine Pause vom alltäglichen Fußball-Trott, veranstaltete ein Padel-Tennis-Turnier. Der Spaßfaktor war hoch, ab Dienstag ist aber Schluss mit lustig, bittet Christian Ilzer zum Training. Zwei Spiele stehen vor der Teampause an: Mit Heimsiegen gegen Altach und WSG Tirol wollen Wüthrich und Co. Druck auf Leader Salzburg machen.

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Bei den Holländern ist es extrem, aber sie haben in ihrer Liga auch mehr Spielraum. Mitte Jänner geht ihre Meisterschaft weiter.

Andreas Schicker

Der Liga-Krösus pausiert am nächsten Spieltag, das Match gegen Hartberg wurde verschoben. Der Grund: Die Bullen wollen zwischen den Play-off-Partien gegen Dynamo Kiew zusätzliche Regenerationszeit erhalten. Eine Möglichkeit, die es seitens der Bundesliga seit knapp drei Jahren gibt.

„Ich finde diese Regelung sehr positiv“, meint Andreas Schicker, dessen Schwarze noch nie in den Genuss dieser Option kamen. Als Sturm im August 2021 im Play-off der Europa-League gegen NS Mura antrat, hat es diese Regelung noch nicht gegeben. Die Ilzer-Mannschaft kam trotzdem souverän (3:1, 2:0) weiter.

Im Play-off 2021 gegen Mura gab es die Möglichkeit noch nicht.
Im Play-off 2021 gegen Mura gab es die Möglichkeit noch nicht.(Bild: Sepp Pail)

Der Antrag auf Spielverschiebung ist aber lediglich bei Play-off-Duellen möglich, bei 0815-Qualispielen kann der Verein keinen Antrag stellen. Verständlich. Sonst würde die Liga beim Meisterschaftsbetrieb aufgrund vieler Verschiebungen in Teufels Küche kommen.

Klubs bekommen Geld
Ganz selbstlos haben die Bundesligavereine diesem Recht der Europacup-Starter freilich nicht zugestimmt. Gelingt der Aufstieg in die Gruppenphase, fließen drei Prozent des Startgeldes (558.600 Euro) in einen Solidaritätstopf, an dem alle heimischen Klubs mitnaschen, die in keiner Gruppenphase vertreten sind.

In den anderen Ligen gibt es für Europacup-Starter deutlich mehr „Schützenhilfe“. In den Niederlanden etwa wurde 2019 ein kompletter Spieltag der Eredivisie verschoben, nachdem Ajax Amsterdam ins Halbfinale der Champions League eingezogen war. Dass Spiele vor wichtigen EC-Partien verschoben werden, ist bei den Oranjes ganz normal. „Bei den Holländern ist es extrem, aber sie haben bei Nachtragsspielen auch mehr Spielraum. Bereits Mitte Jänner geht ihre Meisterschaft schon weiter“, erklärt Schicker.

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