In der vergangenen Nacht hielten Unwetter 1060 Salzburger Floriani auf Trab. Insgesamt 236 Einsätze für 31 Feuerwehren gab es. Betroffen waren vor allem Pinzgau und Pongau. Im Tennengau wurde ein Jagdhund vom Blitz getroffen und starb wenig später. Eine Straße bleibt überhaupt bis auf weiteres gesperrt.
Eine starke Gewitterfront hat am Montagabend in Salzburg für teilweise schwere Schäden gesorgt. Die äußerst langsam ziehenden Gewitter sorgten vor allem im Pinzgau und Pongau für heftige Niederschläge, Hagel und Überflutungen. Insgesamt arbeiteten 31 Feuerwehren mit 1060 Männer und Frauen 236 Einsätze ab, teilte das Landesfeuerwehrkommando mit. Im Pinzgau setzte in Blitz einen Bauernhof in Brand, im Tennengau wurde ein Jagdhund vom Blitz erschlagen.



Blitz schlug in Bauernhof ein
Feuerwehrleute pumpten überflutete Keller aus, entfernten umgestürzte Bäume, beseitigten Muren und lösten Verklausungen in Bächen. Die Aufräumarbeiten waren Dienstagfrüh noch im Gange oder werden im Laufe des Tags fortgesetzt. Im Pongau musste die Großarler Landesstraße gesperrt werden, sie war am Morgen aber einspurig wieder passierbar. Die Landesstraßenverwaltung informiert, dass aufgrund von Vermurungen bis auf weiteres die B163, die Wagrainer Straße, zwischen St. Johann im Pongau und Wagrain komplett gesperrt ist. Ausweichen ist nur großräumig über die A10, die Tauernautobahn, möglich. Auf der Wagrainer Straße wurden am Abend drei Autos durch Muren eingeschlossen und konnten nicht weiterfahren. Die Feuerwehr konnte alle Insassen mit einem Radlader in Sicherheit bringen.
In Bramberg am Wildkogel (Pinzgau) schlug Augenzeugenberichten zufolge am Montagabend ein Blitz in einen Bergbauernhof ein, berichtet die Feuerwehr Neukirchen am Großvenediger. Es wurde Alarmstufe 3 ausgelöst, bei einem Großeinsatz mit über 130 Feuerwehrkräften gelang es das Feuer zu löschen. An der Garage sowie den darin befindlichen Geräten und einer direkt angrenzenden Kapelle entstanden Totalschaden. Aus Unken und Wald im Pinzgau meldete die Feuerwehr zwei Waldbrände, die durch Blitzschläge ausgelöst worden sein dürften.
Jagdhund vom Blitz getroffen
Im Tennengau wurden am Nachmittag laut Polizei zwei Jäger vom aufziehenden Gewitter überrascht. Als der Starkregen einsetzte, suchten die beiden Männer noch in einem Bodensitz Schutz vor dem Unwetter, als plötzlich ein Blitz in unmittelbarer Nähe einschlug. Der 63-Jährige und der 55-Jährige wurden dabei leicht verletzt. Für den Jagdhund, der beim Blitzschlag unter der Bank des Bodensitzes saß, kam jedoch jede Hilfe zu spät.
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