Im Vorjahr wurden nicht weniger als 65.000 Parksünder in Linz ertappt. Aber: Die Autofahrer waren „braver“ als vor der Pandemie, da waren es noch fast 75.000. Trotz Einnahmenminus freut auch SP-Finanzreferentin Tina Blöchl das scheinbar höhere Regelbewusstsein. Dies bedeutet allerdings auch 300.000 Euro weniger Einnahmen - drohen vielleicht nun höhere Parktarife?
Damit der begrenzte innerstädtische Parkraum in Linz von möglichst vielen genutzt werden kann, gibt es gebührenpflichtige Kurzparkzonen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mindestens mit einer Organstrafe rechnen. 2023 wurden 65.411 Organstrafverfügungen ausgestellt, die Parksünder zahlten insgesamt etwas mehr als 2,4 Millionen Euro an die Stadt. 2019 betrugen die Einnahmen aus Parkstrafen noch fast 2,7 Millionen Euro, bei 74.754 Organstrafverfügungen.
„Eine Parkstrafe erhält niemand gerne“
Die Einnahmen für die Stadt sind gesunken. Dennoch sieht Finanzreferentin, SP-Stadtvize Tina Blöchl, darin eine gute Entwicklung: „Eine Parkstrafe erhält niemand gerne. Doch die Überwachung der Regeln ist wichtig, damit kostbare Parkflächen in der Innenstadt effektiv genützt werden. Dass die ausgestellten Strafen um 300.000 Euro zurückgegangen sind, sehe ich positiv. Ich führe das auf ein gestiegenes Kostenbewusstsein der Linzer infolge der Teuerung und auf die vermehrte Nutzung des praktischen Handyparkens zurück. Beides trägt wohl dazu bei, Regelverstöße mit teuren Konsequenzen zu vermeiden.“
Obwohl die letzte Erhöhung der Parktarife bereits elf Jahre zurückliegt, versichert Blöchl: „Eine Erhöhung ist derzeit absolut kein Thema.“
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