600.000 Österreicherinnen und Österreicher leben laut Außenministerium im Ausland. Nur jede zehnte Person hat eine Wahlkarte für die Nationalratswahl 2019 beantragt. Der Auslandsösterreicher-Weltbund fordert jetzt Vereinfachungen beim Prozedere.
Derzeit muss ein Antrag gestellt werden, um in die Wählerevidenz aufgenommen zu werden oder darin zu bleiben. Ein Eintrag ist dann für zehn Jahre gültig. Zusätzlich müssen Auslandsösterreicherinnen und -österreicher jedoch eine Wahlkarte beantragen und an die Gemeinde, zu der sie zuletzt am meisten Bezug hatten, schicken. Möglich ist auch ein „Wahlkarten-Abo“, womit diese für die Dauer des Eintrags in der Wählerevidenz automatisch zugesandt werden.
Elektronische Stimmabgabe
Laut Außenministerium leben etwa 600.000 Österreicherinnen und Österreicher im Ausland. Davon hatte vor fünf Jahren nur jede zehnte Person eine Wahlkarte beantragt. Um die Beteiligung zu erhöhen, soll das Prozedere laut dem Auslandsösterreichischen Weltbund AÖWB einfacher werden. Denkbar sei etwa eine elektronische Stimmabgabe wie in Ländern des Baltikums, sagte Präsident Werner Götz.
Ihm nach soll es außerdem die Möglichkeit zu Doppelstaatsbürgerschaft und eine Vertretung von Auslandsösterreicherinnen und Auslandsösterreichern im Parlament geben. Derzeit sind diese bei Bundespräsidentschaftswahlen, Nationalrats- und Europawahlen stimmberechtigt. Zudem können sie an Volksbefragungen und Volksabstimmungen teilnehmen.
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