Die Vorarlberger Obstbörse rettet auch heuer wieder wertvolle Lebensmittel. Eine digitale Karte soll die Zusammenführung von Angebot und Nachfrage erleichtern.
Der Sommer erlebt gerade seinen Höhepunkt, schon bald startet die Erntezeit. Allerdings werden bei weiten nicht alle Streuobstwiesen im Ländle abgesammelt, vielerorts drohen die reifen Äpfel, Birnen und Beeren zu verderben.
Obst für Eigenbedarf
Die Vorarlberger Obst- und Gartenbauvereine haben bereits vor Jahren damit begonnen, dieser Verschwendung von wertvollen regionalen Lebensmitteln den Kampf anzusagen und die sogenannte „Obstbörse“ ins Leben gerufen. Das Konzept ist denkbar simpel: Wer zu viel Obst für den Eigenbedarf hat oder nicht mehr in der Lage ist, dieses zu ernten, kann sich beim örtlichen OGV für die „Obstbörse“ registrieren lassen. Umgekehrt können sich dort auch all jene melden, die Bedarf nach frischen Obst haben – etwa um eigene Säfte zu pressen oder Marmelade einzukochen.
Das Angebot kommt besonders bei jungen Familien, die keine eigene Anbaumöglichkeit haben, gut an. Damit Angebot und Nachfrage unkompliziert zueinanderfinden, haben die Initiatoren eine interaktive Karte entwickelt. Diese gibt Auskunft über jene Wiesen und Gärten, in denen Äpfel und Birnen, Beeren, Nüsse oder Zwetschgen nach Vereinbarung abgeholt werden können. Geerntet werden sollte das Obst im Idealfall natürlich selbst. Das ist insbesondere ein Benefit für all jene, die ihre Bäume und Sträucher nicht mehr eigenhändig absammeln können.
„Ich bedanke mich bei allen teilnehmenden Obst- und Gartenbauvereinen, die ganz im Sinne des Vermittelns und Verwertens ehrenamtlich wertvolle Hilfestellung leisten. Damit trägt der OGV einen wertvollen Part gegen den Lebensmittelverderb bei“, betont Markus Amann, seines Zeichens Obmann des Verbands für Obst- und Gartenkultur.
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