Kipsang Rotich lag zum Zeitpunkt der Attacke in Führung. Der Angreifer konnte völlig ungehindert auf den Athleten zulaufen und ihm einen äußerst heftigen Rempler versetzen. Kipsang Rotich reagierte schnell und konnte sich geschickt auf den Beinen halten. Danach versuchte der Zuschauer, sein Opfer zu Boden zu reißen. Auch das gelang ihm nicht, da die Militärpolizei einschritt und den Mann mit Motorrädern von der Straße drängte.
Kipsang Rotich trotzdem Sieger
Kipsang Rotich, der zuvor schon den Zehn-Kilometer-Lauf von Rio de Janeiro gewinnen konnte, verlor durch die Attacke nicht allzu viel Zeit und brachte seine Führung vor seinem kenianischen Landsmann Mark Kori und dem Brasilianer Daniel da Silva ins Ziel. Nach dem sogenannten "Königsrennen" sagte der Sieger unbeeindruckt: "Das war ein hartes Rennen - wegen der vielen Hügel, die nicht meine Stärke sind."
Der Angreifer wurde verhaftet. Für die Polizei handelte es sich um keinen Unbekannten. Der 33-Jährige war nämlich schon früher mit ähnlichen Aktionen aufgefallen und leidet an mentalen Problemen. Er habe Kipsang Rotich attackiert, weil dieser "bekannter als die brasilianischen Läufer" sei.
Ähnlicher Vorfall bei Olympia 2004
Der Zwischenfall erinnert stark an den Marathon der Olympischen Spiele in Athen 2004, als der in Führung liegende Brasilianer Vanderlei de Lima von einem Zuschauer aus Irland angegriffen wurde und sich dadurch mit der Bronzemedaille begnügen musste.
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