Der Großglockner Ultra Trail findet heuer ohne Jakob Herrmann statt. Der Bergläufer brach sich das Schienbein, damit ist der Sommer für den Werfenwenger gelaufen. Die Veranstalter freuen sich trotzdem auf hochkarätige Starter.
„Ich muss froh sein, wenn ich in zwei Monaten wieder laufen kann,“ befindet sich Bergläufer Jakob Herrmann derzeit in einer schwierigen Phase. Vor zwei Wochen hat sich der scheinbar unermüdliche Athlet das Schienbein gebrochen. Damit ist der Traum von einer Revanche beim Großglockner Ultra Trail geplatzt. Im Vorjahr musste er nämlich nach 78 von 110 Kilometern verletzungsbedingt aufgeben. Die Motivation für diesen Freitag (Start um 22 Uhr in Kaprun) war groß: „Ich habe im kommenden Jahr die Chance, diese offene Rechnung zu begleichen“, sagte der Werfenwenger vor einem Jahr hochmotiviert.
Statt der 6500 Höhenmeter beim Großglockner Ultra Trail, ist für ihn die Challenge aktuell, mit den Krücken die Stiegen seines Hauses rauf und runter zu kommen. „Der Sommer ist gelaufen“, muss das heutige Geburtstagskind (wird 37) die Situation akzeptieren wie sie ist. Jammern will Herrmann nicht: „Laufen ist nicht alles. Es kann immer etwas Schlimmeres passieren.“
Spitzenläufer schwärmen
Die Hoffnung ist, beim zweiwöchigen Island-Urlaub im September mit seiner Frau Andrea wieder halbwegs fit zu sein.
Trotz der Absage Herrmanns ist das Teilnehmerfeld der neunten Ausgabe des Ultralaufs gefüllt mit Topleuten. „Der Zuspruch der internationalen Spitzenläufer freut und ehrt uns sehr“, sagt Organisator Hubert Resch. So schwärmt mit Andreas Reiterer (Silber bei den World Mountain and Trail Running Championships) ein starker Südtiroler vom Event: „Der GGUT ist für mich einer der schönsten Wettkämpfe, die ich je gelaufen bin.“ Florian Grasel (Nö) gewann auf seinem Lieblingsberg zweimal, ist heuer wieder motiviert. Insgesamt messen sich knapp 2000 Läufer aus rund 50 Nationen über verschiedene Distanzen.
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