Das Land gibt eine Standortgarantie für die Geburtenstation der Klinik Oberpullendorf ab. Rund um Geburten, aber auch in anderen Bereichen, wird das Angebot weiter ausgebaut.
Mit dem Bekenntnis zum Standort und der Ankündigung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die Abteilung für Gynäkologie in der Klinik Oberpullendorf mit all ihren Angeboten wieder als eigene Abteilung zu etablieren, gehören die Diskussionen rund um eine mögliche Schließung der Geburtenstation der Vergangenheit an. Politisch schlug diese in den vergangenen Jahren hohe Wellen. Die ÖVP feiert die von Doskozil langfristig abgegeben Standortgarantie jetzt als ihren Erfolg. „Wir haben nicht lockergelassen. 4.000 Menschen haben die Petition für den Erhalt der Geburtenstation unterzeichnet“, sagt ÖVP-Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas. Dieser Einsatz habe sich gelohnt.
Oberpullendorf hat sich einen Namen als Kinderwunschklinik gemacht. Die Erfolgsquote steht bei 40 Prozent. Das spicht für den Standort.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil
Vom Landeschef gab es hingegen abermals ein Bekenntnis zum Burgenländischen Weg. „Die Entwicklung der Kliniken ist ein zentraler Punkt. Wir müssen uns im Hinblick auf die Gastpatientenregelung zu anderen Bundesländern positionieren und das tun wir bei all unseren Klinik-Standorten“, betont Doskozil ein Mal mehr.
Leistungsangebot wird in Klinik Oberpullendorf ausgebaut
In Oberpullendorf wird es daher ab 2025 einen eigenen Magnetresonanz-Tomograph geben. Auch die Augenklinik wird zusätzliche Kapazitäten erhalten. Im Bereich der Chirurgie will man sich weiter spezialisieren, etwas auf Schilddrüsen.
Einen besonderen Fokus richtet man künftig auch auf den Bereich der Gynäkologie, wo man sich auf die Themen Kinderwunsch, Endometriose und sanfte Geburten fokussieren wird.

25 Jahre Erfahrung im Bereich Kinderwunsch
Das öffentliche Institut Kinderwunsch Burgenland wurde zudem ausgebaut. Dr. Peter Bauer, Leiter der Kinderwunsch Burgenland blickte auf die 25-jährige Erfahrung am Standort zurück. In dieser Zeit wurden 3400 Paare betreut, 3700 IVF-Versuche unternommen und 1.200 Kinder geboren, was eine 40-prozentige Schwangerschaftsrate ausmache, die sich österreichweit sehen lassen könne. Ein großer Vorteil am Standort Oberpullendorf sei zudem, dass alle Aspekte der Diagnose und Therapie in der Reproduktionsmedizin aus einer Hand angeboten werden, betont Prof. Dr. Kazem Nouri, Leiter der Kinderwunsch Burgenland.
Kinderwunsch: So viele Beratungen, wie noch nie
Die Nachfrage ist groß: Wurden 2022 noch 135 Erstgespräche mit Paaren durchgeführt, stieg die Zahl 2023 bereits auf 162 Gespräche. Für dieses Jahr wird ein neuer Höchstwert erwartet, denn alleine im ersten Halbjahr gab es bereits 111 Erstgespräche, so Nouri, der auch zusätzliche Angebote für gleichgeschlechtliche Paare und Transgender-Personen ankündigt.
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