26.08.2005 12:02 |

Doping-Gerüchte

Armstrong setzt sich in Interview zur Wehr

Der siebenfache Tour-de-France-Gewinner Lance Armstrong hat die Dopingvorwürfe gegen seine Person erneut vehement zurückgewiesen. In einem Interview mit dem US-Sender CNN meinte Armstrong am Donnerstagabend: "Ich habe noch nie gedopt. Die Anschuldigungen sind absurd."

Armstrong stellte den Test, mit dem ein französisches Labor in Urinproben Armstrongs von 1999 nach eigenen Angaben das Blutdopingmittel EPO nachgewiesen hat, in Frage. Dieser sei bis heute nicht zuverlässig. Zudem seien sämtliche Testrichtlinien im Labor verletzt worden. So habe niemand die Tests überwacht. Es gebe keine Kontrollproben. Unklar sei auch, ob die Urinproben fachgerecht aufbewahrt worden seien.

"Kein Athlet kann in so ein Verfahren Vertrauen haben", sagte Armstrong im Interview mit Talk-Show-Master Larry King. Armstrong verwies auf die abgekühlten Beziehungen zwischen den USA und Frankreich als möglichen Hintergrund für den Enthüllungsbericht der Zeitung "L'Equipe". Außerdem sei der französische Radsport noch nie so schwach gewesen wie heute. "Sie mögen keine Gewinner", meinte Armstrong, der aber auch betonte, dass er viele Freunde in Frankreich habe.

Klagen schloss Armstrong zwar nicht aus, unter anderem gegen die Zeitung, das Labor, den französischen Sportminister und die Antidoping-Agentur WADA. "Das ist jedoch kostspielig und langwierig", sagte Armstrong. "Und es hält nur eine negative Geschichte lange am Leben."

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