Sa, 15. Dezember 2018

"I am the shooter"

13.12.2012 09:46

USA: 22-Jähriger für Blutbad in Oregon verantwortlich

Nach einem Blutbad in einem US-Einkaufszentrum hat die Polizei im Bundesstaat Oregon am Mittwoch die Identität des Todesschützen bekannt gegeben. Nach Angaben der Ermittler erschoss der 22-jährige Jacob Tyler Roberts (Bild) mit einer halbautomatischen Waffe zwei Menschen, bevor er sich selbst das Leben nahm. Das Motiv für die Bluttat liegt nach wie vor im Dunkeln.

Roberts, der am Dienstag offenbar wahllos in dem vollen Einkaufszentrum in einem Vorort von Portland um sich schoss, tötete eine 54-jährige Frau und einen 45-jährigen Mann. Ein 15-jähriges Mädchen liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Schütze nahm sich nach dem Amoklauf selbst das Leben.

Amokläufer schrie "I am the shooter"
Nach Angaben der Polizei benutzte der 22-Jährige ein gestohlenes halbautomatisches AR-15-Gewehr. Er trug eine weiße Hockey-Maske und eine Schutzweste im Militärstil, als er im vorweihnachtlichen Einkaufstrubel in der Mall in Clackamas "I am the shooter" rief und das Feuer eröffnete. Dabei habe er mindestens 60 Schüsse abgefeuert.

Polizei: "Es hätte viel schlimmer ausgehen können"
Den Ermittlern zufolge hätte es bei dem Amoklauf weitaus mehr Tote geben können. "Es hätte viel schlimmer ausgehen können", sagte County Sheriff Craig Roberts (nicht verwandt mit dem Todesschützen, wie die "Huffington Post" anmerkte) bei einer Pressekonferenz. Das Gewehr des Täters habe Ladehemmung gehabt. Dadurch gelang es zahlreichen Menschen, sich in dem Einkaufszentrum in Sicherheit zu bringen, bevor Roberts das Problem beheben konnte und die Waffe schließlich gegen sich selbst richtete.

Gleiche Waffe wie bei Aurora-Blutbad
Besonders die Wahl der Waffe des Todesschützen sorgt in den USA für Aufregung. Es handle sich bei dem AR-15-Gewehr um eine Waffe desselben Typs, wie sie im Juli auch vom Amokläufer von Aurora verwendet wurde, wie die "Huffington Post" berichtete. Damals waren im Bundesstaat Colorado im Kugelhagel eines 24-jährigen Schützen, der sich selbst als "Joker" bezeichnete, bei einer "Batman"-Kinopremiere zwölf Menschen gestorben.

Zahlreiche Amokläufe in diesem Jahr
In diesem Jahr gab es in den USA zahlreiche weitere Amokläufe. Erst im Oktober erschoss ein 45-jähriger Mann in einem Schönheitssalon im Bundesstaat Wisconsin drei Frauen, darunter seine Gattin. Danach brachte er sich selbst um. Im August tötete ein Ex-Soldat sechs Menschen in einem Sikh-Tempel in Wisconsin. Der Täter aus der rechten Szene wurde von einer Polizeikugel tödlich getroffen. Im April kamen bei einem Amoklauf eines ehemaligen Schülers an einem Privatcollege im nordkalifornischen Oakland sieben Menschen ums Leben.

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