Entlastung gefordert

Kosten für Pkw um 25,4 Prozent höher als 2021

Burgenland
24.06.2024 16:00

Finanzielle Entlastung der Pendler fordert der SPÖ-Klub. Jetzt wird im Landtag auf eine rasche Senkung der Ausgaben gedrängt. Denn: Burgenländer sind vor allem aus beruflicher Sicht auf einen Pkw angewiesen.

Mehr als eine halbe Million Österreicher sind jeden Werktag mindestens 20 Kilometer mit dem Auto zur Arbeit unterwegs. Von den 133.000 Erwerbstätigen im östlichsten Bundesland haben mehr als 100.000 ihren Job außerhalb des Wohnortes.

Steigende Kosten 
„Viele Burgenländer sind aus beruflicher Sicht auf den Privat-Pkw angewiesen. Sie leiden ganz besonders unter den steigenden Ausgaben“, beklagt SPÖ-Klubobmann Roland Fürst.

Laut Statistik Austria sind die finanziellen Belastungen für den Kauf und den Betrieb eines Autos mittlerweile um 25,7 Prozent höher als noch vor drei Jahren. Gleichzeitig weist das Burgenland mit 679 Fahrzeugen pro 1000 Bewohner die höchste Pkw-Dichte im Bundesländervergleich auf.

Mehrkosten senken
Der SPÖ-Klub bringt daher im kommenden Landtag einen Antrag auf Entlastung ein. „Die massiven Mehrkosten für Pendler sind unter ÖVP-Grünen untragbar geworden. Wir wollen, dass die Bundesregierung munter wird“, poltert Fürst.

„Stopp den Mehrkosten“, so die Forderung von Fürst und Sodl (re.) an den Bund.
„Stopp den Mehrkosten“, so die Forderung von Fürst und Sodl (re.) an den Bund.(Bild: Karl Grammer)

Mehrere Kritikpunkte
Mit SPÖ-Pendlersprecher Wolfgang Sodl aus dem Südburgenland, der die Herausforderungen der täglichen Berufsfahrten nur zu gut kennt, zählt er die wichtigsten Kritikpunkte auf: Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) und die Kfz-Steuer seien erst im Jänner schmerzlich erhöht worden. Mehrkosten von bis zu 150 Euro pro Jahr und Autofahrer verursache die schleichend steigende CO2-Steuer.

„Geht es nach dem Plan der Bundesregierung, wächst der Preis Anfang 2025 weiter an“, gibt Fürst zu bedenken. Weiters sei die Erhöhung der Pendlerpauschale und des Pendlereuros 2023 wieder zurückgenommen worden. Die Groteske aus Sicht der SPÖ: Die Pendlerpauschale ist vom Einkommen abhängig.

Zitat Icon

Warum erhält der Geschäftsführer einer Firma mehr als die Teilzeitsekretärin oder die Reinigungskraft? Dabei geht es um öffentliches Geld, damit Menschen zu ihrem Arbeitsplatz kommen.

Klubobmann Roland Fürst & Pendlersprecher Wolfgang Sodl

Pendler entlasten
Die Diskussion will die SPÖ mit ÖVP und den Grünen im Landtag führen. „Die Oppositionsparteien sollen sich im Bund für die Entlastung der Pendler einsetzen“, so Fürst.

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