Di, 14. August 2018

Nach Schuss auf Dieb

04.12.2012 10:58

Wirtshaus erneut von Einbrechern heimgesucht

Knapp eine Woche nach einem Einbruchsversuch in ein südsteirisches Gasthaus, bei dem einer der mutmaßlichen Täter von den Wirtsleuten angeschossen worden war, haben Unbekannte in der Nacht auf Dienstag erneut versucht, in das Haus einzudringen. Der Gastronom und seine Ehefrau wurden durch die Alarmanlage geweckt, was auch der oder die Täter mitbekommen haben dürften: Sie flüchteten ohne Beute.

"Seit vier Jahren sind wir nicht mehr sicher", ärgert sich Seniorchef Karl S. (59), "zehn Einbrüche und ein Überfall – jetzt reicht's!" Erst vor einigen Tagen hatte sein Sohn Andreas (29, Bild) einem aggressiven Einbrecher ins Bein geschossen. Doch dieser Vorfall machte unter den Kriminellen nicht die Runde, Dienstag gegen 2 Uhr früh war schon wieder ein Fremder im Gastraum.

"Die Alarmanlage hat angeschlagen", berichtet Karl S.: "Dann sind wir beide wie üblich mit dem Pyjama außer Haus. Mein Sohn, der kaum noch schlafen kann, hat sich nur mit einem Pfefferspray bewaffnen können, weil die Polizei ja sein Gewehr beschlagnahmt hat. Ich hab' meine Pistole geladen."

"Wenn jemand rein will, kommt er rein"
Die (leider schon etwas alten) Videokameras des Gasthauses in Spielfeld zeigten eine dunkle Gestalt, die im Gastraum die Läden durchwühlte: "Zuvor hat der Täter mit einem Spezialwerkzeug die Eingangstür aufgebrochen. Was nutzt eine Kette? Wenn jemand rein will, kommt er rein."

Vater und Sohn warteten das Eintreffen der Polizeistreife ab. Zu diesem Zeitpunkt war der Täter aber schon längst weg. Karl Sternad zweifelt daran, dass es nun ruhig wird: "Wenn ich jetzt in mehr Sicherheit investierte, kostet das viel – und bringt wohl gar nichts!"

Einbrecher von Wirtssohn angeschossen
Zuletzt hatten am 28. November drei Grazer versucht, auf dem Anwesen einzubrechen. Damals wurden die mutmaßlichen Täter vom mit Schrotflinten bewaffneten Wirt und seinem Sohn gestellt. Dabei war einer der Männer durch einen Schuss aus einer Flinte verletzt worden. Alle drei Verdächtigen sind mittlerweile in Haft.

Dass in den vergangenen Jahren so oft in das Objekt eingebrochen wurde, dürfte laut Polizei vor allem daran liegen, dass sich das Wirtshaus nahe der Auffahrt zur Pyhrnautobahm befindet und Täter so rasch flüchten können.

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