Einsatzleiterin:

„Ein gutes Gefühl, die Frau gerettet zu haben“

Oberösterreich
14.06.2024 11:20

Die Einsatzleiterin (29) einer Spezial-Truppe aus Laakirchen hatte am Mittwoch maßgeblich bei der Bergung einer verletzt im Rettenbach liegenden 48-Jährigen aus Bad Ischl geholfen. Die verletzte Frau war zehn Meter über eine 50 Grad steile Böschung gestürzt, im Wasser gelandet und völlig hilflos. Fließwasserretter bargen sie.

„Die Frau war total erleichtert, hat sich sehr gefreut, als wir zu ihr gekommen sind“, sagt Anna Zimmermann, Ortsstellenleiterin der Wasserrettung Laakirchen. Die 29-Jährige und ihre Kollegen sind auf Rettungen in Fließgewässern spezialisiert, werden deshalb zu Einsätzen in ganz Oberösterreich gerufen.

Am Mittwoch musste die Spezial-Truppe gegen 15 Uhr zu einer Personensuche in der Rettenbachklamm bei Bad Ischl ausrücken. Bei der Polizei war – wie berichtet – gegen 13.45 Uhr die Abgängigkeit einer 48-jährigen Einheimischen angezeigt worden.

Anna Zimmermann und ihre Kollegen bargen die Verletzte. (Bild: Angelika Neuhofer)
Anna Zimmermann und ihre Kollegen bargen die Verletzte.

Gefährliche Manöver von Autolenkern
„Wir wurden via Pager informiert, sind dann mit Blaulicht in unserem Einsatzfahrzeug von Laakirchen nach Bad Ischl gefahren“, so Zimmermann. Wegen teils unsachlich reagierender Fahrzeuglenker sei der Anfahrtsweg nicht gerade unkompliziert gewesen. „Manche bremsen beispielsweise abrupt ab, wenn hinter ihnen ein Wagen mit Blaulicht auftaucht.“ Auch Alpinpolizisten und Feuerwehrleute wurden alarmiert.

Gegen 16 Uhr meldete sich die Abgängige dann telefonisch bei einer Bekannten und erklärte, dringend Hilfe zu benötigen. Nach einem Sturz über eine Steilböschung liege sie im Rettenbach und könne sich nicht bewegen.

Verletzte mit Hebetrage geborgen
50 Minuten später konnte die Verletzte am Flussufer im Wasser gefunden werden. „Wir haben die am Rücken liegende Frau zügig mit einer Hebetrage geborgen und Sanitätern des Roten Kreuzes übergeben“, erklärt Zimmermann, die solcherart Einsätze regelmäßig übt. Ihr Fazit: „Es ist ein absolut gutes Gefühl, wenn man Menschen bergen kann, die noch am Leben sind. Leider kommt das bei uns nicht so oft vor.“

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