Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) darf künftig kostenlos Medikamente an Menschen abgeben, die keine Krankenversicherung haben. Die Regierung brachte am Donnerstag einen entsprechenden Antrag im Nationalrat ein. Sozialorganisationen schätzen, dass mehr als 25.000 Menschen von der neuen Regelung profitieren könnten.
„Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Obdachlose, Studierende, die ihren Leistungsnachweis nicht erbracht haben, Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen oder ohne gültige Aufenthaltsberechtigung. Oft sind auch Kinder betroffen (...)“, teilte das Rote Kreuz in einer Aussendung mit. Menschen ohne Krankenversicherung würden häufig in prekären Verhältnissen leben, „gerade sie brauchen eine gute medizinische Versorgung (...)“, bestätigte Sozial- und Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Donnerstag.
Spenden von Apotheken und Herstellern
Die Arzneimittel kommen als Spenden von Apotheken, Herstellern und vom Pharmagroßhandel. Um eine bundesweite Versorgung sicherzustellen, arbeitetet das Rote Kreuz künftig mit anderen Sozialorganisationen zusammen. „Wir freuen uns, dieser Aufgabe nachkommen zu können und bedanken uns bei der Bundesregierung für die Umsetzung der dafür nötigen gesetzlichen Maßnahmen“, sagte Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer in einer Aussendung.
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