Di, 18. Dezember 2018

Wiener Studie

25.10.2012 13:42

Bis 2100 könnten 12 Milliarden Menschen auf der Erde leben

Pessimistisch geschätzt, könnten am Ende des Jahrhunderts etwa zwölf Milliarden Menschen auf der Erde leben. Das hat Wolfgang Lutz, Leiter des Weltbevölkerungsprogramms des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) und Direktor des Wiener Instituts für Demografie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, am Mittwoch im Rahmen einer vom IIASA veranstalteten Konferenz in Wien berichtet.

Demografische Studien, die nur Alter und Geschlecht berücksichtigen, würden eine unzureichende Grundlage für die Berechnung der Bevölkerungsentwicklung liefern, erklärte Lutz. Es sei wichtig, weitere Faktoren wie Bildungsgrad und Gesundheitszustand mit einzubeziehen.

Für eine Studie der IIASA wurden die Daten von mehr als 600 internationalen Experten zusammengefasst und verschiedene Szenarien der Bevölkerungsentwicklung berechnet. In den Modellen wurden unterschiedliche Einflussgrößen herangezogen, etwa die Entwicklung der Lebenserwartung und Versorgung mit Bildung.

Bildung spielt tragende Rolle
Im optimistischsten Szenario wird die Weltbevölkerung bis 2050 auf neun Milliarden ansteigen, aber bis Ende des Jahrhunderts auf ein Niveau unter dem heutigen sinken – Voraussetzung dafür sind unter anderem massive Investitionen in Bildung.

Die Bildung von Frauen spiele für das Bevölkerungswachstum eine besonders tragende Rolle. In Untersuchungen von verschiedenen Ländern habe sich immer wieder gezeigt, dass die Geburtenrate zurückgehe, wenn der Bildungsgrad der Frauen steige, berichtete Lutz. Als Beispiel nannte er den Iran, wo die Anzahl der Geburten pro Frau drastisch zurückgegangen sei, seit Mädchen der Zugang zu Bildung erleichtert wurde.

Akademiker werden älter
Mehrere Studien würden außerdem den Zusammenhang von Bildung und Gesundheit belegen, darunter eine österreichische: Hierzulande hätten Akademiker eine um fünf Jahre höhere Lebenserwartung als Pflichtschulabsolventen, berichtete Lutz.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Deutsche Bundesliga
Hinteregger trifft, Dortmund verkürzt auf 1:2
Fußball International
Deutsche Bundesliga
2:0 gegen Nürnberg! Gladbach nicht zu stoppen
Fußball International
Vertrag bis 2019
Ibrahimovic bleibt bei Los Angeles Galaxy
Fußball International
Der krone.at-Talk
Ist das Weihnachtsfest noch zu retten?
Österreich
Viele Verletzungen
Olympiasieger Viletta beendet seine Karriere
Wintersport
Verdächtiger in Haft
Junge Touristinnen in Marokko getötet
Welt

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.