Einfache und schnelle Amtswege – das verspricht die digitale öffentliche Verwaltung. Die „Krone“ schaut in den kommenden Wochen genauer hin.
Parteienverkehr von acht bis zwölf Uhr, ewig lange Warteschlangen und ein unüberschaubarer Zettelkrieg: So konnte es einem früher bei Amtswegen gehen. Und zusätzlich musste noch „geklebt“ werden. Mit Stempelmarken wurden Gebühren noch bis zur Jahrtausendwende beglichen. Doch mit dem Ende des Schillings kam auch ihr Ende. Über 20 Jahre später zeigt sich ein völliges anderes Bild. Während es die analogen und persönlichen Möglichkeiten noch gibt, wird besonders stark der digitale Zugang forciert.
„ID Austria“ ist so etwas wie ein digitaler Personalausweis für die Online-Welt. Seit Dezember 2023 läuft nun der reguläre Betrieb und man kann damit das „Digitale Amt“ nutzen. Von Wohnsitzänderung, über Wahlkarten, erste Urkunden fürs Neugeborene bis hin zur Steuererklärung kann hier alles erledigt werden.
Tausende ohne Smartphone
Doch es gibt auch hier Hürden, denn wenn das Internet ausfällt, geht überhaupt nichts mehr. Die Nutzung ist für Smartphones optimiert – schon damit fallen einige Österreicher als Nutzer weg. Selbst in der Gruppe der 50- bis 65-Jährigen haben laut einer aktuellen Statista-Studie zwölf Prozent weder Smartphone noch Tablet. Das sind alleine in Kärnten über 16.000 Personen in dieser Altersgruppe, die auf persönliche Alternativen angewiesen sind; erst recht die älteren Generationen.
Die „Krone“ hilft im digitalen Dschungel
Für diese Kärntner klingen Pläne für eine rein digitale Verwaltung eher wie eine gefährliche Drohung. Daher wird sich die „Krone“ in den kommenden Wochen anschauen, wie es um analoge Service-Angebote bestellt ist, welche Amtswege auch noch persönlich gehen und wie Politik und Wirtschaft mit diesem Wandel umgehen.
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