Odessa und Berger brachten Metalist im Match der zehnten Runde gar an den Rand einer Niederlage, Willian gelang erst in der 88. Minute der Ausgleich zum Endstand von 1:1. "Wir haben sie vorne stark angepresst, haben das Rausspielen unterbunden", erklärte Berger die letztlich durchaus erfolgreiche Taktik seines Teams, das derzeit auf Rang 13 liegt, allerdings nur vier Zähler von Platz fünf entfernt ist und die schweren Partien der Hinrunde bereits hinter sich hat.
"Den Brasilianern die Schneid abkaufen"
"Rapid muss hinten gut stehen und darf nicht nur lange Bälle nach vorne spielen, sondern muss versuchen, den Ball zu halten und zu spielen", meinte Berger. "Denn wenn Metalist viel Ballbesitz hat, wird es schwierig." Dann können Ballkünstler wie die Brasilianer Cleiton Xavier, Cristaldo oder Taison sich schon einmal in einen Rausch spielen. Da gelte es den Hebel anzusetzen. "Jeder weiß, dass man gerade den Brasilianern, wenn es bei ihnen nicht so läuft, die Schneid abkaufen kann. Das haben wir auch bei unserer Spielerbesprechung gesagt", meinte Berger.
Metalist noch nicht ganz auf Touren
Für Metalist verlief die bisherige Saison jedenfalls nicht ganz nach Wunsch, in der Liga ist man mit 18 Punkten aus zehn Partien Vierter. Dass die "großen Zwei" Schachtjor Donezk und Dynamo Kiew voran liegen, ist keine Überraschung, allerdings musste sich das Team von Langzeit-Coach Miron Markewitsch mit Arsenal Kiew und Wolyn Luzk bereits zwei Außenseitern geschlagen geben. Die Hinrunden-Duelle gegen Donezk, Dynamo und Dnjepropetrowsk, das finanziell in ähnlichen Dimensionen wie Charkiw kickt, sind zudem noch ausständig.
In der Qualifikation zur Europa League setzte sich das Kollektiv, das vom Bauunternehmer und Banker Alexander Jaroslawski finanziell "gefüttert" wird, gegen Dinamo Bukarest mit 2:0 (auswärts) und 2:1 (heim) durch. Im ersten Gruppenspiel bei Bayer Leverkusen holte man immerhin ein torloses Remis. Da war auch zu sehen, wie wenig klangvoll der Name "Metalist Charkiw" auf internationaler Bühne ist. Nur 15.322 Zuschauer kamen vor zwei Wochen in die rund doppelt so große BayArena.
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