FCD-Coach Eric Orie:

„Wir fahren nach Stripfing, um voll zu punkten“

Vorarlberg
20.04.2024 09:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Der FC Dornbirn will in Stripfing den Spalt schließen, der die Rothosen von den Nichtabstiegsplätzen in Liga zwei trennt – mit dem fünften Sieg in Serie wäre das Abstiegsrennen wieder komplett offen. Auf Stürmer Renan muss Coach Eric Orie beim „kleinen Finale“ verzichten.

Als „kleines Finale, dass wir uns erarbeitet haben“, hatte Dornbirn-Trainer Eric Orie das heutige Duell seiner Mannschaft mit dem SV Stripfing im Vorfeld der Partie bezeichnet. Denn nachdem die Rothosen in den letzten vier Runden die maximalen Punkte holten, fehlen nun auf den ersten Nichtabstiegsplatz – den derzeit Stripfing belegt – nur noch vier Zähler.

Mit einem Sieg wäre der Spalt, der vor gar nicht langer Zeit noch eine Schlucht war, beinahe ganz geschlossen. „Wir fahren da hin, um voll zu punkten“, stellt Orie klar, „in den letzten Spielen haben wir viel Selbstvertrauen geholt. Unsere Automatismen funktionieren. Jeder weiß, was er zu tun hat. Wieso sollten wir nicht auch in Stripfing gewinnen können?“

Trotzdem weiß der Sportchef, dass sich auch bei einem anderen Ergebnis nicht gleich alles wieder komplett ändert. „Gespielt wird bis zum Ende der Saison. Auch wenn wir heute nicht gewinnen sollten, haben wir immer noch gute Chancen. Diese Lockerheit haben wir jetzt schon, um nicht gleich wieder in eine Depression zu verfallen.“

Kapitän kehrt zurück
Im Kader wird es ein paar Veränderungen geben im Gegensatz zum vergangenen Heimsieg gegen die Vienna. Stürmer Anteo Fetahu, der zuletzt das Goldtor erzielt hatte, fehlt nach seiner fünften Gelben Karte. Flügelflitzer Mateusinho aufgrund seiner Roten Karte. Außerdem zupfte der Hüftbeuger bei Stürmer Renan, der Brasilianer hat die Auswärtsfahrt ebenfalls nicht mitgemacht.

Positive Nachrichten gibt es für Orie allerdings auch. So kann Goalie Jakob Odehnal trotz zuletzt erlittenem Nasenbeinbruch spielen, sogar ohne Maske. „Zum Glück, anfangs hat es schlimmer ausgeschaut. Jakob hat seit Mittwoch voll trainiert“, erklärt Orie. Außerdem können die Rothosen wieder auf ihren Kapitän und Abwehrchef bauen. William Rodrigues hat seine Zehenverletzung überstanden, wird wohl auch wieder in der Startelf stehen. „Willy will unbedingt, und so eine Mentalität brauchen wir dringend auf dem Platz“, stellt sein Trainer klar.

Unruhe beim Gegner
Der heutige Gegner holte im Frühjahr erst drei Punkte, sechsmal verloren die Niederösterreicher. Der Lizenzantrag für die neue Saison wurde – wie auch in Dornbirn – in erster Instanz abgelehnt. „Es ist unruhig bei ihnen, sie sind nicht mehr so stark wie noch vor der Winterpause“, weiß Orie, „im Hinspiel hatten wir überhaupt keine Chance gegen sie. Ich glaube, das ist jetzt ganz anders.“

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