Jetzt will der künftige Bürgermeister der Stadt beim S-Link den Geldhahn zudrehen: „Wir pulvern nicht mehr Millionen in dieses Projekt. Ich will zuerst wissen, wann die Bürgerbefragung stattfindet und das abwarten“, ließ Bernhard Auinger (SPÖ) am Mittwoch wissen. Es gehe um eine Ratenzahlung, die der amtierende Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) nicht mehr überwiesen habe, so Auinger, der das Projekt S-Link auf Sparflamme weiterfahren lassen will.
Im Umfeld der Projektgesellschaft spricht man von Machtspielchen. Es handle sich um einen Formalakt für die Projektkosten, die derzeit anlaufen und nicht um den Bau. Die Stadt könne kein Veto einlegen, weil die Kostenverteilung vertraglich festgelegt sei.
2,2 Milliarden Euro Kosten für die gesamte Strecke
Die Kosten für die gesamte Trasse bezifferte Geschäftsführer Stefan Knittel bei einer Präsentation am Mittwoch mit 2,2 Milliarden Euro. Betont wird, dass die Finanzierungszusage von 50 Prozent durch den Bund nach wie vor aufrecht ist.
Ein Kostenfaktor ist auch die Lösung an der Alpenstraße. Dort wird noch diskutiert, wann die Bahn wieder an die Oberfläche kommen soll. Drei Varianten stehen zur Wahl. Die Gesellschaft empfiehlt ein „Auftauchen“ auf Höhe Friedensstraße.
Im Anschluss daran soll der S-Link in der Mitte der Fahrbahn verlaufen. Für den Individual- bzw. auch den Busverkehr soll nur je eine Fahrspur bleiben: „Das wird nicht funktionieren“, ist Neo-Bürgermeister Auinger ein erklärter Gegner der Lösung. Ob es mit ihm je einen S-Link geben wird? „Die Bürger entscheiden!“ Er will jedenfalls verhindern, „dass sich die Stadt extrem verschuldet und über Jahrzehnte keinen finanziellen Spielraum mehr hat!“
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