„Es gibt ein Datum“

Netanyahu: Termin für Rafah-Einmarsch steht fest

Ausland
08.04.2024 19:46

Laut dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu steht der Termin für einen Einmarsch in Rafah im Süden des Gazastreifens fest. Israel arbeite kontinuierlich daran, seine Ziele zu erreichen, sagt er. Diese seien die Freilassung aller Geiseln und der vollständige Sieg über die Hamas. 

„Dieser Sieg erfordert den Einmarsch in Rafah und die Ausschaltung der dortigen Terroristenbataillone“, so Netanyahu weiter. „Es wird geschehen – es gibt ein Datum.“ Den Termin selbst nennt der Ministerpräsident aber nicht.

Zuvor war der Druck rechtsextremer Koalitionspartner auf den israelischen Regierungschef gestiegen. Polizeiminister Itamar Ben-Gvir von der Partei Otzma Yehudit schrieb am Montag auf der Plattform X, vormals Twitter: „Wenn der Ministerpräsident entscheiden sollte, den Krieg zu beenden, ohne einen breiten Angriff auf Rafah, um die Hamas entscheidend zu schlagen, wird er kein Mandat haben, weiter als Regierungschef zu amtieren.“

„Es wird geschehen - es gibt ein Datum“, sagte Netanyahu (Bild). Den Termin selbst nannte aber ...
„Es wird geschehen - es gibt ein Datum“, sagte Netanyahu (Bild). Den Termin selbst nannte aber nicht.(Bild: kameraOne (Screenshot))

„Wir sind an einem geeigneten Zeitpunkt“
Ebenfalls am Montag hatte noch Verteidigungsminister Joav Gallant den Zeitpunkt für ein Abkommen mit der Hamas für „günstig“ erklärt. „Ich denke, wir sind an einem geeigneten Zeitpunkt“, sagte er am Montag vor israelischen Rekruten laut einer von seinem Büro veröffentlichen Erklärung.

Zuvor hatte der staatsnahe ägyptische Nachrichtensender Al-Kahera News berichtet, die Gespräche zwischen Israel und der Hamas seien vorangekommen. Sämtliche Beteiligten hätten sich auf grundsätzliche Punkte geeinigt, hieß es in dem Bericht. Dabei seien „bedeutende Fortschritte“ erzielt worden, meldete der Sender am Montag unter Berufung auf einen ranghohen Vertreter Ägyptens.

Großteil der Truppen aus Süd-Gaza abgezogen
Israel hatte am Wochenende nach eigenen Angaben alle Soldaten nach monatelangen Kämpfen aus dem südlichen Gazastreifen abgezogen. Die Streitkräfte hätten dies getan, „um sich zu erholen und sich auf zukünftige Operationen vorzubereiten“, erklärte ein Armeevertreter der AFP. Die israelische Armee traf nach eigenen Angaben auch weitere Vorbereitungen für einen möglichen Krieg an der Grenze zum Libanon. Es sei „eine neue Phase in der Vorbereitung des Nordkommandos auf den Krieg abgeschlossen“ worden, teilte sie mit.

Seit Monaten wächst die Furcht vor einer Ausweitung des Krieges auf die Region. Vertreter der UNO riefen am Montag zur Deeskalation auf, „solange es noch Raum für Diplomatie gibt“. Die seit sechs Monaten andauernde Gewalt müsse „aufhören“, erklärten die UN-Beauftragte für den Libanon, Joanna Wronecka, und der Befehlshaber der mit der Überwachung des israelisch-libanesischen Grenzgebiets beauftragten UNO-Mission UNIFIL, Aroldo Lázaro Sáenz.

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