Mit Stichtag 31. März waren in Tirol insgesamt 14.147 Personen arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 1168 Betroffene bzw. neun Prozent mehr, so das AMS am Dienstag in einer Aussendung. Männer, Migranten und junge Menschen seien vom Anstieg deutlich stärker betroffen.
Bei 14.147 Arbeitslosen und geschätzten 365.000 unselbständig Beschäftigten (plus 4000 Beschäftigte im Vorjahresvergleich) betrug die Arbeitslosenquote im März 2024 in Tirol 3,7 Prozent. Das sei der niedrigste Wert aller Bundesländer, so das AMS.
2244 Personen in Schulungen
42,7 Prozent der arbeitslos vorgemerkten Personen haben maximal einen Pflichtschulabschluss und 64,8 Prozent seien kürzer als drei Monate arbeitslos, hieß es weiter. 2244 Personen würden aktuell an Schulungsmaßnahmen des AMS Tirol teilnehmen. Das sind im Vorjahresvergleich um 43 Personen oder zwei Prozent mehr.
Männer, zugewanderte Menschen und Junge sind vom Anstieg deutlich stärker betroffen. Im Vergleich mit anderen Bundesländern steht Tirol aber weiterhin gut da.
Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführerin AMS Tirol
Wo Arbeitslosigkeit gestiegen ist
Überdurchschnittlich stark sei die Arbeitslosigkeit im Handel (+275 Arbeitslose bzw. +15,5 %), in der Baubranche (+217 bzw. +13,8 %), in der Warenherstellung (+201 bzw. +18,6 %), im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei (+192 bzw. +22,7 %) und in der Arbeitskräfteüberlassung (+73 bzw. +12,8 %) gestiegen.
Beschäftigungsrekord im Tourismus
In der Beherbergung und Gastronomie ist die Arbeitslosigkeit laut AMS hingegen um 120 Betroffene bzw. 3,8 Prozent gesunken. Gleichzeitig habe die unselbstständige Beschäftigung in der Tourismusbranche in dieser Wintersaison ein neues Rekordniveau erreicht.
Nach Corona wirkt der Tourismus nun wieder wie ein Airbag für den Tiroler Arbeitsmarkt. Dort sinkt die Arbeitslosigkeit und die Beschäftigung ist auf ein Rekordhoch geklettert.
Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführerin AMS Tirol
Von den aktuell 14.147 arbeitslos vorgemerkten Personen waren 21,5 Prozent zuletzt in der Beherbergung und Gastronomie beschäftigt. 14,5 Prozent haben im Handel, 12,6 Prozent in der Baubranche und 10,5 Prozent in der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, und dabei hauptsächlich in der Arbeitskräfteüberlassung und in der Gebäudereinigung, gearbeitet.
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