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Grün und blau ärgern | Grün und türkis ärgern

Grün und blau ärgern. Das waren Zeiten, als man sich auf die Lufthansa und die Austrian Airlines verlassen konnte. Doch zuletzt fielen Flüge mit der deutschen Lufthansa, der für die Österreicher mindestens zweitwichtigsten Airline, vielfach aus. Mal streikte das Bodenpersonal, dann das fliegende, dann wieder die am Boden, dann neuerlich die in der Luft – und so blieben die Flugzeuge genauso wie die Passagiere am Boden. Nun bleibt auch die Lufthansa-Tochter AUA am Boden. Streik! Und das ausgerechnet in der Ferienwoche. Nach 17 erfolglosen Verhandlungsrunden zwischen Unternehmen und den Vertretern der rund 3500 Flugbegleiter und Piloten steht nun fest, dass diese von Gründonnerstag bis Karfreitag Mittag nicht abheben. Damit fallen 400 Flüge aus, gut 50.000 Passagiere müssen sich ausgerechnet am Gründonnerstag sprichwörtlich grün und blau ärgern.

Grün und türkis ärgern. In anderem Sinne „grün ärgern“ – das hat auch die österreichische Politik zu bieten. Zutreffender wäre zu sagen: grün und türkis ärgern. Denn die Noch-Regierungspartner, die bis zu den Wahlen Ende September, aber tatsächlich auch darüber hinaus, bis eine neue Regierung gebildet ist, zusammenarbeiten müssten, schaffen das längst nicht mehr. Eine Liebesheirat war es zwischen den ungleichen Partnern ÖVP und Grüne ohnedies nie, aber je näher das Ende – eine Zukunft kann diese Koalition allein schon wegen der Unmöglichkeit einer neuen gemeinsamen Mehrheit nicht haben – rückt, umso heftiger wird der Zank zwischen den Koalitionspartnern. Da wird, darauf darf man wetten, dem Publikum in den kommenden Monaten noch einiges geboten. Nur eines nicht: konstruktive Arbeit. Und genau die muss man aber von einer Regierung verlangen dürfen.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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