Philip Hindes erklärte gegenüber Zeitungen: "Wir haben gesagt, wenn wir einen schlechten Start haben, müssen wir stürzen, um zu einem Re-Start zu kommen." Genau das habe er dann auch getan, erklärte der deutschstämmige Radsportler: "Es war alles wirklich geplant."
Nur ein Sprachproblem?
Britische Offizielle glauben jedoch, dass Hindes missverstanden worden sei. Denn dieser habe erst im Oktober 2010 Englisch zu lernen begonnen. Dies ist insofern eine gewagte These, als Hindes' Vater Engländer ist.
Die Briten hatten am Donnerstagabend das Finale des Team-Sprints gegen Frankreich mit Weltrekord für sich entschieden. In der Qualifikation wäre man aber fast gestrauchelt. Anfahrer Hindes schien Probleme mit dem Vorderrad zu haben und stürzte nach einer Viertelrunde im Duell mit Deutschland.
Gemäß den internationalen Regeln wurde den Briten darauf ein Neustart ermöglicht, nach dem Hindes mit einem Traumstart sein Team auf den Weg zur Bestzeit brachte. Der Internationale Verband bestätigte derweil, dass das Resultat nicht infrage gestellt werde. "Es gab keinen Protest und die Goldmedaille ist verteilt - dabei bleibt es", erklärte Enrico Carpani, der Sprecher des Weltverbandes UCI, am Freitag im Londoner Velodrom.
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