Kurz darauf sagte Bolt sein für vergangenen Freitag geplant gewesenes Antreten über 200 Meter im Diamond-League-Meeting in Monaco ab, sein Trainer Glen Mills führte ein "kleines Problem" als Grund an. Stattdessen reiste Bolt - wie schon mehrfach in den vergangenen Jahren - nach München, wo er vom FC-Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandelt wurde.
Mittlerweile trainiert Bolt unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Gelände der Universität Birmingham und schläft dort in einem Spezialbett, das Mills wegen der Rückenprobleme des 25-Jährigen organisiert hatte. Sein Agent Ricky Simms wischte jedoch alle Fitnessbedenken vom Tisch. Bolt habe sich bei den Trials in Jamaika zurückgehalten, um keine gravierende Verletzung zu riskieren - bei Olympia werde sein Klient in Spitzenform sein.
Gay und Powell ebenfalls angeschlagen
Auch zwei von Bolts härtesten Konkurrenten um die Goldmedaille über 100 Meter laborieren offenbar an Wehwehchen. Landsmann Asafa Powell sagte für die 100 Meter im Diamond-League-Meeting in London wegen einer Leistenverletzung ab. Dieses Rennen gewann der US-Amerikaner Tyson Gay, der jedoch unmittelbar nach dem Sieg an der Leiste behandelt werden musste.
Sollten Bolt, Gay und Powell ihre Probleme abschütteln und gemeinsam mit Blake im 100-Meter-Finale stehen, wäre dies der erste Endlauf im Königsbewerb seit der Einführung der elektronischen Zeitmessung 1968, den die aktuell vier schnellsten Männer der Welt bestreiten. Das Finale steigt am 5. August um 22.50 Uhr.
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