Zahlreiche Einsätze

Wien: Defekte Gas-Thermen sorgen für mehrere Verletzte

Österreich
19.07.2012 19:35
Defekte Gas-Thermen haben der Wiener Berufsrettung am Donnerstagnachmittag zahlreiche Einsätze beschert – sieben Menschen mussten wegen Kohlenmonoxid-Vergiftungen behandelt werden. Ursache war laut dem Sprecher der Wiener Rettung, Ronald Packert, die Wetterlage: Der rapide abfallende Luftdruck vor dem Einsetzen heftiger Gewitter habe den Thermen besonders zugesetzt, immer wieder seien gefährliche Gase zurück in die Wohnungen gedrückt worden.

Ein 14-jähriges Mädchen wurde kurz nach 15 Uhr beim Duschen in einer Wohnung in der Hießgasse im Bezirk Landstraße beinahe bewusstlos. Rettungskräfte mussten die Jugendliche beatmen und anschließend notfallmedizinisch versorgen, bevor sie in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Eine Stunde später wurde die Rettung in die Ottakringer Herbststraße gerufen: Vier Personen, darunter ein acht Monate altes Baby, hatten CO-Vergiftungen erlitten. Sie wurden ebenfalls in ein Spital eingeliefert.

30-Jähriger ins Koma gefallen
Nur eine halbe Stunde später fiel dann ein etwa 30-jähriger Mann in einer Wohnung in der Römergasse, ebenfalls in Ottakring, wegen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Koma. Durch künstliche Beatmung stabilisierten ihn Notfallsanitäter und brachten ihn anschließend ins Krankenhaus.

Rettung warnt vor Gefahr durch defekte Thermen
Die Wiener Rettung warnt vor der Gefahr durch defekte Gas-Thermen, die Kohlenmonoxid ausstoßen. Das Gas sei völlig farb-und geruchslos. Die Anzeichen einer Vergiftung seien insbesondere im Anfangsstadium völlig unspezifisch. Sie könnten von Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwächegefühl, Schwindel und Benommenheit, bis hin zu Brechreiz, Brustschmerzen oder auch Verwirrtheit reichen.

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