Durchnässte Kleidung, eingeschränktes Sozialleben, ständige Angst vor plötzlichen Schweißattacken. Übermäßiges Schwitzen machte Safak C. das Leben seit seiner Kindheit zur Hölle. Ein Nervenclip brachte die Erlösung.
Was geht in einem Schulkind vor, wenn es so schweißnasse Hände hat, dass das Heft über mehrere Seiten durchnässt wird? Es versucht, sich so gut wie möglich mit dem Problem zu arrangieren - und muss ständig Wege finden, es zu verschleiern. Bei Safak C. war es zum Beispiel das Geo-Dreieck aus Plastik, das er beim Schreiben zwischen seine Hand und das Papier legte, damit sich die Seiten nicht auflösten. Oder die Belastungen später als Teenager. Ein Mädchen umarmen, jemandem die Hand halten, Partys besuchen. „Das funktionierte einfach nicht. Es war total schlimm“, berichtet der heute 40-Jährige über diese schwere Zeit.
Seit seiner Kindheit litt der Familienvater unter übermäßigem Schwitzen, vor allem an den Händen und unter den Achseln, aber auch im Gesicht, am Rücken, an den Füßen. Dass es sich dabei um ein Krankheitsbild, Hyperhidrose genannt, handelt, wusste er lange Zeit gar nicht.
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