Das geht nicht! Internationale Schlagzeilen, die keiner braucht. Deutsche Medien wie die „Bild“, die „Stuttgarter Nachrichten“ oder die „Welt“ stürzten sich auf das entsetzliche Derby-Nachspiel.
Homophobe Schlachtgesänge in den Stadien, verpönt in ganz Europa. Bei Wolverhampton gegen Chelsea wurden vor einem Jahr deshalb sogar drei Fans von der Polizei abgeführt und verhaftet. Dass selbst Spieler solche niveaulosen Chöre anstimmten, erreichte in Hütteldorf eine neue Dimension. Das geht nicht!
Zuerst hatte Rapid beim 3:0 gegen die Austria die beste erste Halbzeit seit Jahren abgeliefert, danach sorgten die Matchwinner Guido Burgstaller, Marco Grüll & Co. für einen Stimmungsabfall ins Bodenlose.
Die Bundesliga erstattete gestern Anzeige, Konsequenzen folgen. Der erste Derbysieg im neuen Stadion kann einer der teuersten der Vereinsgeschichte werden, ein fataler Imageverlust. Niederlagen und Siege geraten dank der Schnelllebigkeit rasch in Vergessenheit, doch diese homophoben Schmährufe werden wohl ewig auf den Visitenkarten der Profis stehen.
Bitterer Reue und Entschuldigungen müssen schleunigst weitere Taten folgen. Die Protagonisten dieser leidigen Aktion wären sicher nicht schlecht beraten, wenn sie zumindest das Februar-Gehalt mit dem Derby-Bonus ohne Tamtam für karitative Zwecke spenden würden.
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